In Eisenhüttenstadt hat es am Montag gleich vier Fälle von versuchtem Telefonbetrug gegeben, bei denen die Täter versuchten, aus der Pandemie Geld zu verdienen. Betroffen waren durchweg Rentnerinnen aus dem Raum Eisenhüttenstadt.

Töchter lagen angeblich im Krankenhaus mit Corona

Drei Frauen erhielten Anrufe von ihren angeblichen Töchtern, die allesamt angeblich mit Corona in Krankenhäusern lagen und zur Behandlung nun Geld benötigen würden. Ansonsten wäre ihr Leben zu Ende, so die Betrüger laut Polizeiangaben.
„Um die Dreistigkeit abzurunden, verbanden die Betrügerinnen das Ganze mit der Bemerkung, dass die Krankenhäuser auch Goldschmuck bzw. Gold als Zahlungsmittel akzeptieren würden“, so die Polizei weiter.

Betrüger gab sich als Chefarzt an der Charité aus

In einem Fall gab sich der Anrufer als Chefarzt der Charité aus, der ebenso Druck auf die angebliche Mutter einer Patientin aufbaute. Auch er verlangte mehrere Zehntausend Euro für die Behandlung der angeblichen Tochter.
Glücklicherweise behielten alle Betroffenen die Nerven und ließen sich auf keine Transaktionen ein. In einem Fall war es die Pflegerin der Betroffenen, die schnell begriff, was geschah. Kurzerhand übernahm sie den Hörer, was die Ganoven am anderen Ende der Leitung das Gespräch sofort beenden ließ.
Einen ähnlichen Fall hat es auch in Letschin gegeben.