Corona-Pandemie: Zwangspause für die Schwimmhalle in Eisenhüttenstadt
„Wir haben einen Totalausfall der Einnahmen“, sagt Robert Böswetter, Geschäftsführer der Stadtwerke und der EFE. „Wir können das teilweise kompensieren durch die Kurzarbeit“, erklärt der Geschäftsführer. Aber für die Mitarbeiter, die so nicht mal 70 Prozent des eigentlichen Gehaltes bekommen, sei das alles andere als schön. „Die Einnahmen fehlen uns natürlich.“ Schließlich sei das Inselbad auch so schon defizitär, jedes Jahr würden die Stadtwerke eine Million Euro zuschießen.
Um die Corona-Zwangspause nicht ganz ungenutzt verstreichen zu lassen, werden in begrenztem Maße einige Arbeiten vorgezogen, beispielsweise an der Lüftungsanlage. Es seien generell normale Instandhaltungsarbeiten. „Wir haben da in den letzten Jahren einen guten Stand erreicht“, sagt Böswetter. Eine große Investition wird es auch geben, und zwar in die Sauna. Die in diesem Jahr geplante Rundumerneuerung werde aufgrund der Krise nicht abgesagt, sichert er zu. Allerdings könne man diese Mammutaufgabe nicht einfach um ein paar Monate vorziehen. Erstens sei man an eine Ausschreibung gebunden, zweitens brauche man Fachfirmen und die können nicht mal eben ad hoc ihre eigenen Pläne über den Haufen werfen. „Wir ziehen das alles wie geplant im Sommer durch. Ich halte das für wichtig und richtig. Das ist ein gutes Signal. Und irgendwann wird das alles ja auch mal vorbei sei und wir können das Bad wieder aufmachen.“ Böswetter glaubt, dass eine Eröffnung stufenweise erfolgen wird. Da gebe es Vorschläge der Bädervereinigung. Danach werden die Kapazitäten auf etwa 50 Prozent des Möglichen begrenzt.
Eins versichert der Geschäftsführer: „Wir reden auf keinen Fall darüber, ob das Inselbad ganz zu gemacht wird.“ Solange die Stadt Eisenhüttenstadt sage, dass sie den Bürgern das Inselbad zur Verfügung stellen will. „Wir können es tragen. Was in zehn Jahren ist, weiß ich auch nicht. Aber zurzeit sehe ich da keine Probleme, sonst würde ich doch jetzt kein Geld in die Hand nehmen. Das wäre ja albern.“ Das sei ein Signal nach innen für die eigenen Mitarbeiter und nach außen.
Auch Neuzelle hofft weiter
Böswetter denkt, dass das Inselbad im Sommer – falls es geöffnet ist – mehr Gäste als in Vorjahren hat, weil viele nicht in den Urlaub fahren werden. Er befürchtet jedoch, dass die Bäder relativ spät aufgemacht werden. „Aber ich weiß es nicht.“ Zeitlich traue er sich nichts zu sagen. „Wir hoffen, dass wir irgendwann grünes Licht bekommen und öffnen können.“
Auch was aus der Freibadsaison in Neuzelle wird, steht noch in den Sternen. Bis Mitte Juli dürfe man Freibäder laut der Allgemeinverfügung des Landes nicht öffnen, sagt Amtsdirektor Hans-Georg Köhler. Doch er geht momentan davon aus, dass es eine Freibadsaison 2020 geben wird.


