Diebstahl in Berlin
: Täter will fliehen – und wird bei Eisenhüttenstadt gefasst

Die Fahrt eines Polen im gestohlenen Auto aus Berlin endete nahe Eisenhüttenstadt. Doch der Fahrer machte es den Beamten nicht ganz leicht. Das ist passiert.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
Jetzt in der App anhören
Warndisplay mit der Spiegelschrift „Polizei“: Zivilfahnder haben auf der B1 einen gestohlenen VW-Bus vom Typ Multivan verfolgt. (Symbolfoto)

ARCHIV - 13.12.2017, Bayern, Waldsassen: Ein Warndisplay mit der Spiegelschrift "Polizei" ist hinter der deutsch-tschechischen Grenze an der Sonnenblende in einem Zivilfahrzeug der Polizei angebracht. In Bayern ist derzeit fast jede zehnte Stelle bei der Polizei nicht besetzt. (zu dpa "Fast jede Polizeistelle in Bayern ist unbesetzt" vom 26.3.2018). Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Warndisplay mit der Spiegelschrift „Polizei“: Zivilfahnder (Symbolbild) haben bei Eisenhüttenstadt ein gestohlenes Auto aus Berlin gestoppt. Am Steuer saß ein polnischer Staatsbürger.

Armin Weigel/dpa
  • Ein gestohlenes Auto aus Berlin wurde bei Eisenhüttenstadt gestoppt; Fahrer war ein Pole.
  • Der Fahrer versuchte zu fliehen, wurde aber gefasst; Auto im Wert von 40.000 Euro.
  • Der Mann steht unter Verdacht, Amphetamine konsumiert zu haben; eine Blutprobe wurde entnommen.
  • Über seinen Verbleib entscheidet ein Haftrichter; Ermittlungen laufen noch.
  • Das Auto wird von der Kripo untersucht, bevor es nach Berlin zurückkehrt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit Polizei hatte der Fahrer des Hyundai Ioniq 5 sicherlich nicht gerechnet, als er am 25. November zwischen 16 und 16.30 Uhr auf der unscheinbaren L371 zwischen Ziltendorf und Eisenhüttenstadt unterwegs war. Sein Ziel? Sehr wahrscheinlich Polen. Grenzübergänge gibt es in Frankfurt (Oder), Coschen und auch Guben. Abseits der viel befahrenen B112  geriet er jedoch in eine Verkehrskontrolle durch Zivilfahnder.

Nach Angaben der Polizei habe er zunächst versucht, sich dieser durch mehr Druck aufs Gaspedal zu entziehen. Doch offensichtlich reichten seine Fahrkünste nicht aus. Es blieb bei einem Fluchtversuch in dem Fahrzeug, das einen geschätzten Wert von etwa 40.000 Euro hatte.

Autodiebstahl: Haftrichter entscheidet über Polen

Wie sich schnell herausstellte, hatte das E-Auto der koreanischen Marke zuvor „unfreiwillig den Besitzer gewechselt“, wie die Polizei es ausdrückt. Der Hyundai war in Berlin gestohlen worden.

Nicht sicher ist, ob der polnische Fahrer, der nun bei Eisenhüttenstadt in dem Pkw gestoppt wurde, tatsächlich der Dieb ist oder ob er lediglich als Hehler fungierte, der das Fahrzeug zum Zielpunkt bringen sollte, heißt es seitens der Polizeidirektion Ost. Dies müssten nun die folgenden Ermittlungen zeigen.

Der 50-jährige Pole wurde jedenfalls festgenommen, ihm wurden Handfesseln angelegt. Ein Drogen-Vortest lässt zudem den vermeintlichen Konsum von Amphetaminen vermuten. Der Mann musste also daraufhin noch eine Blutprobe bei einem Arzt lassen. Gegen ihn Strafverfahren eingeleitet. Über seinen künftigen Aufenthaltsort wird nun ein Haftrichter zu entscheiden haben.

Gestohlenes Auto noch nicht freigegeben – Dieb in U-Haft

Ob der Mann in U-Haft bleibt oder ob er nach Polen darf, weil man davon ausgehen kann, dass keine Fluchtgefahr besteht, das wird nach Abwägung aller Fakten im Einzelfall entschieden.

Der Hyundai Ioniq 5 ist nach Angaben der Polizei auch erstmal sichergestellt worden, damit er durch die Kripo auf Spuren untersucht werden kann. Der Fahrzeugeigentümer wird sich also noch etwas gedulden müssen. Erst wenn die Polizei eine Freigabe erteilt, darf das Auto zurück nach Berlin.