Einladung:: Müllrose feiert 30 Jahre Mauerfall

Er hatte die Fest-Idee: Bürgermeister Thomas Kühl
Gerrit FreitagInitiator des Festes, das von der Stadt veranstaltet wird, ist Bürgermeister Thomas Kühl (PWM). „30 Jahre Mauerfall ist ein Jubiläum, das unbedingt besonders gefeiert werden sollte“, sagt er zu seinen Beweggründen. Zum ersten Mal werde auf diese Weise in Müllrose die Grenzöffnung 1989 gewürdigt. Für ihn persönlich sei der Mauerfall als historisches Ereignis auch „wichtiger als die Wiedervereinigung 1990. Am 9. November 1989 haben wir unsere persönliche Freiheit erlangt. Ich denke, dass viele Menschen das ganz ähnlich sehen.“
Er könne sich noch gut an den 9. November vor 30 Jahren erinnern. „Ich war in der Berliner Druckerei arbeiten, hatte Nachtschicht“, erzählt er. Als die Nachricht von der Grenzöffnung kam, sei die gesamte Nachtschicht rübergegangen nach Westberlin. Von der Druckerei in der Heinrich–Heine–Straße aus sei der nächste Grenzübergang ja nicht weit gewesen. „Eine unserer Frauen hatte einen Freund in Westberlin, der hat uns empfangen“, erinnert er sich. Verdursten mussten sie auch ohne D–Mark nicht: „Viele kleine Kneipen haben spontan Freibier ausgegeben.“
30 Jahre später werde der 9. November in Müllrose „ein besonderer, ein schöner Abend werden“, verspricht der Bürgermeister. Um 18 Uhr beginnt eine Friedensandacht in der Kirche, die vom Posaunenchor umrahmt wird. Schüler der Grund– und Oberschule haben ein Programm vorbereitet. Zeitgleich startet das Volksfest auf dem Marktplatz.
Brennende Kerzen mitbringen
Um 19.10 Uhr gibt es Grußworte zum Jubiläum, ab 19.40 Uhr spielt die Band „Blank“ Ostrock live. Eine Lasershow beginnt um 20.10 Uhr. Danach folgt noch mal Ostrock live und dann Musik mit DJ Torsten. Das Ende ist exakt für 23.28 Uhr geplant. Warum? „Zu dieser Zeit ist vor 30 Jahren der Schlagbaum in der Bornholmer Straße geöffnet worden“, weiß Thomas Kühl. Er bittet alle Gäste darum, brennende Kerzen mitzubringen und diese dann auf dem Sockel des Denkmals auf dem Marktplatz abzustellen.
