Einschränkungen auf der L37
: Fahrrad-Demo auf der Straße von Jacobsdorf nach Biegen und Müllrose

Mit einer Fahrrad-Demo am Freitag kämpfen Bürger aus Odervorland und dem Schlaubetal für einen Radweg zwischen Müllrose, Biegen und Jacobsdorf. Autofahrer müssen sich auf Behinderungen einstellen. Brandenburgs Verkehrsminister ist zum Dialog vor Ort eingeladen.
Von
Frank Groneberg
Müllrose
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Sicherheit für Radfahrer: Der Radweg entlang der Landesstraße L37 zwischen Müllrose und Jacobsdorf endet am Ortsteingang im Müllroser Ortsteil Dubrow. Mit einer Fahrrad-Demo wollen Bürger am 19. April ihrer Forderung nach einem Weiterbau bis Jacobsdorf Nachdruck verleihen.

Frank Groneberg

Autofahrer müssen sich am Freitag (19. April) auf der Landesstraße L37 zwischen Jacobsdorf und Müllrose (Oder-Spree) auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Grund dafür ist eine Fahrrad-Demo, die vom Bahnhof Jacobsdorf nach Müllrose, Ortsteil Dubrow, und dann zurück nach Biegen führen wird.

Mit der Radtour wollen Menschen aus der Region ihrer Forderung, den fehlenden Radweg entlang der L37 endlich zu bauen, Nachdruck verleihen. Veranstaltet wird die Demo unter dem Motto „Für die Schulwegsicherung und Tourismusförderung“. Organisatoren sind der Verein „Pro Biegen“ und die „Aktionsgruppe Radweg Jacobsdorf-Dubrow“.

Radweg ab Müllrose endet bereits in Dubrow

Für Radfahrer ist das Befahren der Straße zwischen Jacobsdorf und Dubrow besonders gefährlich. Die Straße ist als Verbindung zwischen Müllrose und der Autobahn-Anschlussstelle Müllrose der A12 bei Jacobsdorf sehr stark befahren – auch mit Lkw.

Die L37 ist in diesem Abschnitt zweispurig, Radfahrer müssen auf der Fahrbahn fahren. Einen straßenbegleitenden, abgetrennten Radweg gibt es zwar ab Müllrose, dieser endet aber in Dubrow kurz hinterm Ortseingang. Zwischen Dubrow, Biegen und Jacobsdorf gibt es keinen Radweg, noch nicht mal eine Planung für einen solchen.

Minister für Verkehr zum Dialog in Biegen eingeladen

Unterstützt werden die Bürger in ihrem seit Jahren geführten Kampf für einen Radweg von den Regionalverwaltungen, lokalen Politikern und weiteren Akteuren. Ende März 2024 hat sich die Amtsdirektorin des Amtes Odervorland, Marlen Rost, wiederholt schriftlich an Brandenburgs Infrastrukturminister Rainer Genilke (CDU) gewandt und den dringenden Bedarf zur Realisierung eines sicheren Radweges entlang der L37 betont.

Gefahr für Radfahrer: Vom Müllroser Ortsteil Dubrow gibt es in Richtung Biegen und Jacobdsdorf noch immer keinen Radweg. Menschen auf Fahrrädern müssen hier auf der Fahrbahn der Landesstraße L37 fahren.

Frank Groneberg

Der Minister wird in dem Schreiben über die Fahrrad-Demo informiert. Er wird zum Vor-Ort-Dialog mit den Bürgern zur Radwegeplanung des Landes und speziell zum geforderten Radweg entlang der Landesstraße L37 eingeladen. Die Amtsdirektorin erklärt, die Teilnehmer möchten vor Ort die Gelegenheit nutzen, dem Minister vor Ort ihre Argumente für den Bau eines Radweges vorzutragen.

Die Menschen hofften, dass „das Vorhaben endlich realisiert wird“, heißt es in dem Schreiben. Unterzeichnet ist es von den Amtsdirektoren der Ämter Odervorland und Schlaubtal, den Bürgermeistern der Gemeinden Briesen und Jacobsdorf, der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree und weiteren Vertretern aus Politik und Gesellschaft.

Kundgebung und Bürgerdialog in Biegen

Die Fahrrad-Demo startet am Freitag um 15 Uhr am Bahnhof Jacobsdorf. Die Route führt zunächst nach Dubrow und dann zurück nach Biegen. In Biegen sind eine Kundgebung und ein Bürgerdialog zum Thema Radweg geplant.