Einwohner Eisenhüttenstadt: Über 1000 Männer mehr innerhalb eines Jahres

Die Einwohnerzahl von Eisenhüttenstadt ist gewachsen. Das liegt auch an der zentralen Ausländerbehörde, der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes. Aber es gibt noch weitere besonderheiten in der Statistik.
Patrick PleulEs ist noch gar nicht so lange her, da bewegte sich Eisenhüttenstadt, was die Einwohnerzahl anlangt, in Richtung Kleinstadt. Die Zahl von 23.000 Einwohnern drohte 2021 unterschritten zu werden. Doch inzwischen hat es einen Zuwachs gegeben. Vor allem die Zahl der männlichen Personen hat zugelegt. Die neusten Zahlen des Statistischen Landesamtes für die Gemeinden in Brandenburg, die inzwischen für den September 2023 veröffentlicht sind, weisen mehrere Überraschungen auf.
Einwohnerzahl über 25.000
Zum einen liegt die Einwohnerzahl von Eisenhüttenstadt wieder über 25.000. In den Jahren zuvor deutete die Tendenz eher auf weitere Schrumpfung hin. Diese positive Tendenz wird auch im Rathaus registriert und hat unter anderem mit Zuzug zu tun.
In Eisenhüttenstadt bedeutet Zuzug allerdings auch immer: Je mehr die Zentrale Ausländerbehörde (ZABH), die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, belegt ist, desto höher ist die Einwohnerzahl. Besonders drastisch war das 2015, im Jahr der Flüchtlingskrise, wo die Stahlstadt die 30.000er–Marke überschritt.
Dass auch 2023 die ZABH eine Rolle spielt, deutet eine andere Besonderheit an: Denn innerhalb eines Jahres, von September 2022 zu September 2023 ist die Zahl der männlichen Personen um 1308 angestiegen. Insgesamt nahm die Einwohnerzahl laut der offiziellen Statistik um 1531 Personen auf 25.228 zu.
Zahl der männlichen Personen
Die Zahl der männlichen Personen ist nicht näher aufgegliedert, darunter sind auch Kinder und Jugendliche. Doch der überwiegende Teil wird Männer sein. Dieser Zuwachs führt zu einer ungewöhnlichen Verteilung, die für Eisenhüttenstadt untypisch ist und das letzte Mal 2015 eingetreten ist: In Eisenhüttenstadt leben mehr männliche als weibliche Personen, auch wenn es nur ganz knapp ist: 12.620 männlich zu 12.608 weiblichen Personen. Normalerweise sind die weiblichen Personen deutlich mehr.
Die Erfahrungen aus 2015 zeigen aber auch: Nimmt die Zahl der Flüchtlinge ab, sinkt nicht nur die Einwohnerzahl. Es verändert such auch wieder das Verhältnis von männlichen und weiblichen Einwohnern.


