Eisenhüttenstadt
: Möbelhaus schließt Ende März

In Eisenhüttenstadt werden mehrere größere Objekte mit Büro und Gewerbeflächen verkauft. Auch ein Möbelkaufhaus schließt Ende März.
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
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In Eisenhüttenstadt werden mehrere größere Objekte mit Büro und Gewerbeflächen verkauft. Auch ein Möbelkaufhaus schließt Ende März.

Stefan Lötsch/MOZ

Fast 30 Jahre war die „Wohnwelt“ im Zentrum von Eisenhüttenstadt vertreten. Dass nun die Schließung erfolgt, hängt damit zusammen, dass die Fläche zu klein ist. 710 Quadratmeter stehen in dem Geschäftshaus zur Verfügung, zu wenig, um dort Möbel auszustellen. Heinrich Hajen verdeutlicht das an einem Vergleich: Der Müllroser Standort verfügt über 8000 Quadratmeter. 1991 hatte Hajen das Gebäude übernommen, 2004 saniert. Schon zu DDR–Zeiten wurden dort Möbel verkauft. „Wir haben viel Geld reingesteckt“, sagt der Geschäftsführer. So befindet sich im Gebäude unter anderem ein Fahrstuhl.

Doch nun ist Schluss. Heinrich Hajen will die Immobilie auch nicht weiter nutzen. „Wir werden verkaufen.“ Tatsächlich wird das Objekt bei Ebay–Kleinanzeigen in der Immobilienrubrik angeboten. 499 000 Euro soll der denkmalgeschützte Bau, der nach Angaben des Verkäufers 1959 errichtet wurde, kosten. Die Fassade ist straßenseitig mit hochwertigen Fliesen ausgestattet, die ursprünglich aus einer Meißner Manufaktur stammen, heißt es in der Anzeige bei Ebay.

Die Wohnwelt–Standorte in Müllrose und Fürstenwalde sind von den Veränderungen nicht betroffen, werden unverändert fortgeführt. Die Mitarbeiter aus Eisenhüttenstadt sollen mit nach Müllrose kommen.

Nicht das einzige Angebot

Es ist nicht das einzige Gewerbeobjekt, für das momentan in Eisenhüttenstadt ein Käufer gesucht wird. Im März kommt bei einer Grundstücksauktion der dem Möbelkaufhaus gegenüberliegende Gebäudekomplex Lindenallee 13 bis 19 zum Aufruf. Dort stehen rund 2500 Quadratmeter Nutzfläche für Büros und Praxen zur Verfügung. Das Mindestgebot in diesem Fall liegt bei 1,1 Millionen Euro, was, wenn man sich in der Immobilienbranche in Eisenhüttenstadt umhört, durchaus nicht überteuert ist.

Die Lindenallee 26 bis 34, die sich dem Möbelkaufhaus anschließt, hat schon den Besitzer gewechselt. Welcher Preis gezahlt wurde, ist offiziell nicht bekannt. Ansonsten dürfte sich an den Besitzverhältnissen in der Magistrale auch nicht viel ändern. Denn ein Großteil des Gebäudebestandes gehört der städtischen Gebäudewirtschaft (Gewi). Deren Geschäftsführer, Oliver Funke, erklärt die Eigentumsverhältnisse immer so: Alle Objekte, bei denen sich über den Geschäften Wohnungen befinden oder ganz und gar nur Wohnungen drin sind, gehören in der Lindenallee der Gebäudewirtschaft.

Wenige Meter weiter steht derweil ein weiteres, größeres Objekt zum Verkauf, in dem sich ebenfalls Büros und Geschäftsräume befinden, auf mehr als 1600 Quadratmeter Nutzfläche. Es handelt sich um die Immobilie an der Ecke Straße der Republik/Poststraße, in dem sich auch eine Filiale der Post befindet. Für das Gebäude wird schon länger ein Käufer gesucht. Momentan liegt der Kaufpreis bei 295 000 Euro.

Wesentlich teurer ist dagegen ein neueres Wohn– und Geschäftshaus in Fürstenberg, an der Ecke Fellertstraße/Frankfurter Straße, für das 819 000 Euro verlangt werden.