Flüchtlinge in Brandenburg: Schleuser aus der Ukraine in Eisenhüttenstadt geschnappt

Die Bundespolizei – hier bei einem Einsatz an der deutsch-polnischen Grenze in der Lausitz – hat nun auch in Eisenhüttenstadt eine Schleusung aufgedeckt.
Patrick Pleul/dpaPkw mit polnischen Kennzeichen sind in Eisenhüttenstadt und Umgebung nun wahrlich keine Seltenheit. Meistens handelt es sich um polnische Arbeitnehmer, die in Deutschland zu tun haben oder um Besucher. Diesmal aber saßen in dem Auto ein mutmaßlicher Schleuser und drei Flüchtlinge.
Wie die Bundespolizeiinspektion Frankfurt (Oder) mitteilte, wurde das Fahrzeug in der Nacht zum 15. Juni im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen auf der Bundesstraße 112 in Eisenhüttenstadt gestoppt und damit die illegale Einschleusung von Ausländern verhindert. Der mutmaßliche Schleuser konnte vorläufig festgenommen werden.
Syrer in Eisenhüttenstadt, Schleuser in Polen
Gegen 1 Uhr hatten Einsatzkräfte den mit vier Personen besetzten Pkw kontrolliert. Der 24-jährige ukrainische Fahrer wies sich mit seinem gültigen Reisepass aus. Bei den anderen drei Insassen habe es sich um eine Familie mit Kind aus Syrien gehandelt, informiert die Bundespolizei.
Im Auto saßen eine 39-jährige Frau, ihr 41-jähriger Mann und deren drei Jahre alter Sohn. Die Personen verfügten nicht über die für eine Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland erforderlichen Dokumente. Die Familie wurde daher mit zur Dienststelle genommen, wo ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts gegen die Erwachsenen eingeleitet wurde. Da die drei ein Schutzersuchen äußerten, sind sie im Anschluss an die zuständige Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt weitergeleitet worden.
Gegen den mutmaßlichen Schleuser aus der Ukraine ermittelt nun die Bundespolizei wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern. Er ist nach Abschluss der Bearbeitung in Deutschland aber nach Polen zurückgewiesen worden.


