Fußball: FC Eisenhüttenstadt braucht den Sieg für die Moral

Da freuen sich zwei aufrichtig: Der Müllroser Christopher Krüger traf gerade zum 2:0 gegen Union Bestensee, dem Gegner vor einer Woche. Jubelnd läuft ihm Felix Hackel entgegen.
michael benkDie Sachsenhausener haben nach knapp der Hälfte der Herbstsaison elf Tore erzielt. Währenddessen sind die Eisenhüttenstädter mit fünf Toren bisher die offensiv am wenigsten erfolgreiche Mannschaft. „Ja, wir haben das Training darauf angepasst, die Offensiv– und Defensivarbeit zu verbessern. Sachsenhausen wird uns sicher sehr unter Druck setzen, deshalb müssen wir vor allem in der Abwehr kompakt stehen“, ist Schmidt darauf eingestellt.
In den vergangenen Spielen habe sich die „gewisse Unerfahrenheit“ der jungen Mannschaft mit ihren neun A–Junioren und Perspektivkadern unter 21 Jahren gezeigt. Sie müssten sich durchbeißen, wogegen die erfahrenen Spieler die Situation am Tabellenende kennen. Schmidt: „Wir werden uns Schritt für Schritt entwickeln. Gegen Bernau haben wir uns schon mehr Tormöglichkeiten erarbeitet. Aber wir werden für Fehler noch zu schnell bestraft“.
In der Landesliga muss Dynamo Eisenhüttenstadt (12./6) am Sonnabend (Anstoß 15 Uhr) gewinnen um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten. Um dieses Vorhaben umzusetzen, wurde sogar am Feiertag trainiert. Der TSV Schlieben liegt mit nur einem Punkt mehr von den Dynamos, die mit einem Sieg einen Platzwechsel vollführen könnten.
Personaltechnisch hat sich die Situation beim Eisenhüttenstädter Landesligist mit der Verletzung von Torwart Sebastian Grummt noch einmal verschlechtert. Für ihn wird aller Voraussicht nach Dietrich Lichtner einspringen. Zudem hat Christian Grätz Spätschicht und Benjamin Bartz ist im Urlaub. Inwieweit Dimitrij Altengof und Christian Wulff nach ihren Verletzungen einsatzfähig sind, bleibt abzuwarten. Am Dienstag mussten beide noch beim Mannschaftstraining passen.
Müllroser SV steigert sich
In der Landesklasse Ost steht der Müllroser SV (13./4) gegen die SG Bruchmühle (11./6) vor seinem dritten Heimspiel in Folge. Die Ergebnisse und Leistungen gegen Preußen Beeskow (4:0) und Union Bestensee (3:3) lassen hoffen. Trainer Dirk Herrgoß sagt dazu: „Eine Steigerung der Mannschaft sehe ich vor allem mit Blick auf die Stabilität. Wie haben gegen Bestensee zur Halbzeit 3:0 geführt und eine gute Mannschaft, die ich in der Liga unter den Top Vier sehe, an den Rand der Niederlage gebracht. Ich war mit dem Spiel zufrieden, weil es gezeigt hat, dass wir mit guten Mannschaften mithalten können.“
Die SG Bruchmühle schreibt gegen den MSV eine wenig positive Bilanz nieder. In sechs gespielten Partien mussten sich die Märkisch–Oderländer gegen die Müllroser viermal geschlagen geben und bezwangen sie zweimal. Die Blicke in der Partie am Sonnabend, 14 Uhr, richten sich wieder vor allem auf Paul Herrmann. Mit seinem Hattrick gegen Beeskow und den zwei Treffern gegen Bestensee hat er die Spitze der Liga–Torjägerliste erobert. In sechs Spielen traf das Stürmerunikat achtmal. Auch Christopher Krüger hat eine gute Phase, traf bisher zweimal. Herrgoß hofft, „dass er und andere Paul Herrmann stärker unterstützen. Wir sind da zu einseitig aufgestellt und für die Gegner zu schnell ausrechenbar.“
