Fußball: FCE macht den Deckel nicht drauf
Dabei hatte er beim Abschlusstraining noch die Hiobsbotschaft erhalten, dass sein Spiellenker Christian Siemund wegen einer Zerrung im linken Oberschenkel ausfällt. Immerhin kamen die Gäste am Freitag unter Flutlicht besser in die Partie und ließen die Gastgeber zunächst nicht zur Entfaltung kommen. So gingen sie nach zwölf Minuten durch Carsten Hilgers in Führung. Einen Freistoß aus halblinker Position hatte Maciej Piotr Osswski auf den zweiten Pfosten gebracht, wo der neben Georges Florent Mooh Djike als Stürmer aufgebotene Hilgers per Schuss den guten Torwart Kai Spangenberg überwand.
Gäste versäumen zu erhöhen
Danach versäumten es die Gäste durch Mooh Djike und Hilgers, zu erhöhen. „Ein 3:0 zur Pause war möglich. Doch mit dem knappen 1:0 warnte ich die Spieler in der Kabine, sich nicht hinten reindrängen zu lassen, da die Falkenseeer sicherlich mehr investieren werden“, erklärt Schidt. So kam es auch. Innerhalb der nächsten Viertelstunde war die Partie gedreht. Erst verursachte Johann Krüger beim Klärungsversuch, als er von hinten zwar den Ball, aber auch seinen Gegenspieler traf, einen Foulelfmeter, und dann war Paul Wehner nach einem Pass in die Schnittstelle völlig frei. Allerdings hatte Schmidt den Schützen im Abseits gesehen.
Schöne Kombination zum 2:2
Die Gäste stemmten sich gegen die drohende Niederlage und kamen wieder besser ins Spiel. „Das 2:2 entstand aus einer schönen Kombination, die ich so schon lange nicht mehr bei uns gesehen habe“, urteilt Schmidt. Johannn Krüger spielte einen geraden Pass nach vorn und setzte dabei noch Djike auf der Außenbahn ein. Der flankte ins Zentrum, wo Hilgers per Kopf zur Stelle war.
Wie vor der Pause bekamen die Eisenhüttenstädter Oberwasser, doch der freie Mooh Djike scheiterte am Schlussmann und Hilgers war ebenfalls kein Abschlussglück beschieden. So entstand aus einem Angriff des FCE in der Schlussphase ein Gegentreffer. Im Bemühen, per Diagonalpass einen Flankenwechsel vorzunehmen, verunglückte das Zuspiel und Verteidiger David Steinbeiß unterlief dann die folgende Flanke in den Gäste-Strafraum, wo Cedric Burchardi völlig frei stand. Daraufhin nahm Schmidt die ersten Wechsel vor und der frische Nico Fischer besaß in der Nachspielzeit tatsächlich noch eine laut Schmidt „tausendprozentige“ Chance. Doch den Schuss wehrte Spangenberg noch mit dem Unterarm ab. „Wenn die Mannschaft in zwei Wochen im Heimspiel gegen Petershagen-Eggersdorf an diese Leistung anknüpft, sollte mehr möglich sein“, ist Schmidt optimistisch.
FC Eisenhüttenstadt: Matthias Kreutzer – Christoph Krüger, David Steinbeiß, Johann Krüger, Tony Wernicke – Hoang Sa Nguyen Ngoc (89. Nico Fischer), Lukas Szywala (89. Hannes Linder), Christoph Nickel, Piotr Maciej Ossowski – Carsten Hilgers, Georges Florent Mooh Djike
Schiedsrichter: Tobias Starost (Uenze) – Zuschauer: 132