Fußball: Generalprobe für die Rückrunde

Hat sich in die Stamm-Elf gespielt: der 20-jährige Eisenhüttenstädter Hoang Sa Nguyen Ngoc (rechts)/im Duell mit dem Schwedter Michal Studzinski). In der Hinrunde bestritt der laufstarke Mittelfeldspieler neun Brandenburgliga-Spiele.
Carola VoigtErneut fehlten bei den Gästen einige Stammspieler wie Carsten Hilgers, Lukas Szywala, Christoph Nickel und Christian Siemund. Rath rechnet mit diesen Routiniers fest für den Rückrundenauftakt zu Hause gegen Preussen Eberswalde.
Bei überschaubarem Tempo entwickelte sich in der ersten Hälfte zunächst ein Spiel zwischen den Strafräumen. Beide Abwehrreihen spielten anfangs sehr konzentriert und ließen keine Abschlussaktionen zu. In der 20. Minute gingen die Gastgeber in Führung, als Manuel Fuchs einen Diagonalpass von Michal Adamczak mit einem straffen Schuss verwertete. Eine Minute später nutzte Hermann Wamba Tsafack einen Abstimmungsfehler zwischen Verteidiger Lukasz Kargol und Torwart Bartosz Klonowski zum Ausgleich. Mehr Chancen besaßen jedoch weiter die Uckermärker. Gefährlich blieben die Gäste vor allem über ihre Angreifer Tsafack und Georges Florent Mooh Djike.
Schlussmann Matthias Kreutzer — Stammtorwart Martin Stemmler war erkrankt und Zugang Kamil Bartosz Duchnowski ist noch nicht spielberechtigt — hielt zunächst das 1:1 fest. Nach einem Schwedter Ballverlust am Strafraum der Gäste nutzte Mooh Djike die Lücke in der aufgerückten Abwehr der Gastgeber und brachte die Eisenhüttenstädter in Führung (57.).
Verdient der Schwedter Ausgleich wenig später durch Philipp Ulrich, der am langen Pfosten frei stand. Wenig später scheiterte Brandenburgliga–Spieler Hoang Sa Nguyen Ngoc. Die 3:2–Führung für die Oderstädter erzielte Martin Oertel, der bei einem kurzen Abstoß von Kreutzer auf Yvan Ghilslain Ngoyou spekuliert hatte (67.). Schließlich traf Ulrich aus 18 Metern zum 4:2 (86.).
„Sven Naumann und Erik Schack haben durchspielen müssen, da wir mit Tim Deichsler nur einen Wechselspieler hatten. Bei beiden hat man gesehen, dass ihnen noch etwas Spielpraxis fehlt. Doch sie sind verletzungsfrei durchgekommen, gegen Eberswalde können wir auf sie zurückgreifen“, lautet für Rath die wohl wichtigste Erkenntnis aus dieser Partie.
Ossowski verlässt den Verein
Verzichten werden die Eisenhüttenstädter allerdings dauerhaft auf Maciej Piotr Ossowski. Der 28–Jährige war vor Jahresfrist zum Brandenburgligisten gewechselt und bricht jetzt dort seine Zelte ab. „Wir haben uns geeinigt und werden uns trennen. Er hatte ein Probetraining bei Polonia Slubice. Ob sie ihn genommen haben, weiß ich nicht“, informiert Rath.
Diese Frage steht beim nach zwei Jahren zurückgewechselten Torwart Kamil Duchnowski nicht. Allerdings muss sich der FC Eisenhüttenstadt noch gedulden, da der polnische Verband den 42–Jährigen noch freigeben muss. „Solche Wechsel waren schon innerhalb einer Woche erledigt, oft dauern diese aber auch länger“, erklärt Rath. Dennoch hofft der Sportliche Leiter, dass der polnische Rückkehrer zum Rückrundenbeginn spielberechtigt ist.
Am Mittwoch sollte ein Test zwischen Spielern aus den A–Junioren– und den beiden Männermannschaften einen letzten Aufschluss über den Leistungsstand einzelner Akteure bringen.
FC Eisenhüttenstadt: Matthias Kreutzer — Daniel Krüger (Till Deichsler), Yvan Ghilslain Ngoyou, David Steinbeiß, Tony Wernicke — Erik Schack, Sven Naumann — Nguyen Ngoc Hoang Sa — Georges Florent Mooh Djike, Hermann Wamba Tsafak
Tore: 1:0 Manuel Fuchs (20.), 1:1 Hermann Wamba Tsafack (21.), 1:2 Georges Florent Mooh Djike (57.), 2:2 Philipp Ulrich (67.), 3:2 Martin Oertel (67.), 4:2 Philipp Ulrich (86.)