Fußball: Heimsieg oder Abstieg für den FC Eisenhüttenstadt

Entschlossene Gesichter: der FC Eisenhüttenstadt beim Auflaufen vor dem kürzlichen 2:1-Sieg gegen Einheit Bernau
Bernd PflughöftDoch alle Rechenspiele mit den anderen Mannschaften sind umsonst, wenn der FC Eisenhüttenstadt am Sonnabend nicht den angestrebten Dreier landet. „Eine ähnliche Situation hatten wir in der vergangenen Saison vor dem Heimspiel gegen Stahl Brandenburg. Alle sind im Training angespannt. Schnell knistert es. Ich hoffe, die Jungs können es dann auch im Spiel umsetzen“, sagt FCE-Trainer Andreas Schmidt. Die Brandenburger hatten sie damals mit 7:1 vom Platz gefegt.
Mit solch einem hohen Sieg rechnet Schmidt nicht. „Ich erwarte ein ähnlich enges Spiel wie beim 0:1 in der Hinrunde, als den Blankenfeldern eine einzige gelungene Offensivaktion reichte. Sie werden sicherlich eher defensiv agieren. Das ist eine ähnlich wie wir robust spielende Mannschaft, die jedoch ihre Spielweise aus der Landesliga-Saison nicht in der Brandenburgliga umsetzen konnte. Sie hat wie wir im Abschluss ihre Probleme, jedoch einige individuell starke Spieler. Bei der angekündigten Hitze am Sonnabend wird die Physis entscheiden“, erklärt Schmidt. Mit Michel Becker fehlt wegen der fünften Gelben Karte ein Innenverteidiger. „Das ist für uns ein enormer Verlust, doch wir werden ihn ersetzen können. Da haben wir einige Varianten.“
Informationsheft des FCE
Zum letzten Heimspiel dieser Saison gibt es ein Informationsheft zum FC Eisenhüttenstadt. Dazu liegen Zettel zur Wahl zum Fußballer der Saison 2018/2019 aus. Bis zum 31. Juli können die Anhänger des FC Eisenhüttenstadt ihre Stimmen dafür abgegeben.
Dynamo Favorit in Vetschau
Eine Liga tiefer spielt Ortsnachbar FSV Dynamo Eisenhüttenstadt in Vetschau. „Unsere Zielstellung ist ganz klar ein Sieg und damit das Knacken der 50-Punkte-Marke. Trotz der klaren Ausgangslage erwarte ich für uns ein schwieriges Spiel“, erklärt Dynamo-Trainer Dirk Liedtke. Der Tabellenfünfte muss zum bislang punktlosen Schlusslicht Blau-Weiß. Bei den Gästen fehlen Konstantin Klippenstein (Urlaub), Benjamin Bartz (Arbeit), Steven Frühauf (Rückenverletzung), Nico Urbansky (Schule) und Dietrich Lichtner (Studium). „Trotzdem sollte unser Kader stark genug sein, die Zielstellung in die Tat umzusetzen. Sicherlich wird es zunächst ein Geduldsspiel, um Lücken in der Defensive der Vetschauer zu finden. Viel Laufbereitschaft in Verbindung mit schnellem Kombinationsspiel, wird von Nöten sein“, lässt Liedtke in seine Taktik-Kiste blicken. Er setzt weiterhin auf Pässe in die Tiefe und in Eins-zu-Eins-Situationen auf mutige Dribblings.
Derbys zum Abschluss
Mit zwei Nachbarschaftsduellen wird in der Landesklasse Ost der Müllroser SV die Saison beenden. Zunächst steht am Sonnabend das Heimspiel gegen Blau-Weiss Markendorf an. Das Hinspiel hatte der MSV mit 3:0 gewonnen. Daher rechnet MSV-Trainer Dirk Herrgoß mit hoch motivierten Gästen, zumal diese eine bessere Rückrunde spielten als die Schlaubetaler und inzwischen einen Zähler vor dem Tabellenneunten Müllroser SV liegen. „Mit einem Sieg würden wir wieder vor den Markendorfern stehen. Unsere Spieler sollten für dieses Derby motiviert sein“, hofft Herrgoß. Für ihn ist es in dieser Saison das letzte Spiel, da er in einer Woche mit der Ü 35 des 1. FC Frankfurt als Landesmeister um den Deutschen Altherren-Supercup spielt. 40 Teams aus allen Bundesländern sind dabei. Gegen Markendorf muss er auf Max Herrmann verzichten, der sich im Spiel in Zossen eine Schulterprellung zugezogen hat. Tobias Karge fällt wegen einer Knieverletzung weiter aus, möglicherweise hängt er die Fußballschuhe an den Nagel. „Es wäre schön, wenn wir wieder mal über 100 Zuschauer hätten. Aus Markendorf werden sicherlich einige kommen“, wünscht Herrgoß für Sonnabend ab 15 Uhr eine stimulierende Kulisse.