Bezeichnend für die Schlaubetaler – alle beiden Treffer erzielte der Torschütze vom Dienst Paul Herrmann, der damit nach 14 Spieltagen bei 17 Punktspiel-Treffern angekommen ist. Beide Tore waren verwandelte Foulelfmeter, Paul Herrmann stand vom Punkt wieder mal in der Verantwortung. "Was uns in den vergangenen Wochen fehlte, hatten wir dieses Mal – das Spielglück, aber auch das muss man sich erst einmal erarbeiten", erklärt MSV-Trainer Dirk Herrgoß. "Dazu mussten wir hoffen, dass der Gegner nicht seinen besten Tag erwischt. Bei ihm war es die Chancenverwertung, die Müncheberger hätten zur Pause auch führen können. So aber geht die Mannschaft mit einem 0:0 aus der Pause, führt dann und steigert sich mit dem 1:0 im Rücken. Der Gegentreffer fiel erst in der siebten Minute der Nachspielzeit mit dem Schlusspfiff."
Müncheberger drücken
Die Gastgeber hatten zwar engagiert begonnen, doch die erste Einschusschance ergab sich für die Gäste, als nach fünf Minuten Pascal Prentkowski den Pfosten traf. Drei Minuten später scheiterte auf der anderen Seite Felix Hackel am Schlussmannn Paul Katschmarek. Schließlich gewann der Aufsteiger etwas die Oberhand, konnte aber seine Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. So köpfte Philipp August nach einem Eckball knapp vorbei und verpasste Sebastian Schulz per Lupfer einen Treffer (43.).  Beim MSV hätte kurz zuvor Paul Herrmann treffen können, doch er köpfte nach einer Flanke knapp neben das Tor. In der 51. Minute verpasste der Müncheberger Pascal Prentkowski die Gäste-Führung, als er nach einem Freistoß zwar freigespielt war, jedoch Katschmarek anschoss.
Tino Heering vergibt per Lupfer
Doch auch die Gastgeber näherten sich gelegentlich dem Tor. Nachdem Tino Heering per Lupfer noch scheiterte, gab es zwei Minuten später Elfmeter. Tino Heering hatte sich in Nähe der Grundlinie in Richtung Eckball bewegt und wurde gefoult. "Da hätte man sicherlich nicht foulen müssen. Doch der Verteidiger hatte es getan. Wahrscheinlich hätte Heering geflankt, doch das hätte man auch anders verteidigen können", räumt Herrgoß ein, dass der Elfer in der Entstehung recht glücklich war.
Die Gäste drängten vehement auf den Ausgleich, beispielsweise schoss Fabian Kirsch knapp vorbei (65.). Andererseits ergaben sich für die Schlaubetaler Konterchancen. Christopher Krüger verpasste per Lupfer das 2:0 (83.). Den Deckel drauf machte Herrmann mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter in der 90. Minute. Adolf Kampioni war per Schuss an Katschmarek gescheitert, der ließ abklatschen und der nachsetzende Herrmann wurde von hinten gefoult. Der Anschlusstreffer der SGM nach einer Ecke aus elf Metern durch Matthias Köhnke kam zu spät.
Müllroser SV: Philipp Reschke – Philipp Schiller, Eric-Gordan Kirchhoff, Nils Unglaube, Elias Ponta – Felix Hackel, Lukas Gräber, René Franz, Tino Heering – Christopher Krüger – Paul Hermann
Tore: 0:1 Herrmann (56./Foulelfmeter), 0:2 Herrmann (90./Foulelfmeter) – Schiedsrichter: Tobias Kastner (Eisenhüttenstadt) – Zuschauer: 57