Fußball
: Stahlstädter jetzt Schlusslicht

Brandenburgligist FC Eisenhüttenstadt hat 1:2 (0:0) bei Grün-Weiß Lübben verloren, kann aber noch hoffen.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Die Gäste bestimmten in Lübben zunächst das Geschehen. Sie standen diszipliniert am Gegner, ließen kaum Pässe zu und erarbeiteten sich Torchancen. Im Umkehrspiel nutzten sie vor allem die Vorzüge des schnellen Benjamin Lommatzsch. Die beste Chance vergab Carsten Hilgers in der 12. Minute. „Eine klare Führung wäre verdient gewesen. Unter anderem wurde eine gute Situation abgepfiffen, wo vielleicht ein Knie im Abseits war“, urteilt der sportliche Leiter der Gäste, Harry Rath.

Nach der Pause legten die ebenfalls im Abstiegskampf steckenden Gastgeber deutlich zu. Doch in Führung gingen in der 53. Minute die Eisenhüttenstädter, als Maciej Piotr Ossowski von halblinks einen Freistoß hoch in den Strafraum brachte und Christian Siemund per Kopf mit seinem ersten Saisontor zur Stelle war. Dieser taktische Vorteil hielt sieben Minuten an. „Nach der Führung hat sich die Mannschaft hinten reindrücken lassen“, bedauert FCE-Trainer Andreas Schmidt. Die Spreewälder agierten nun druckvoll und setzten auch bei den zweiten Bällen konsequent nach. So stellte laut Rath René Trehkopf mit dem 1:1 aus halblinker Position den Spielverlauf auf den Kopf. Die Eisenhüttenstädter hatten bei einem Seitfallzieher von Nico Fischer, bei einem Hilgers-Schuss genau auf den Torwart und bei einem Kopfball des eingewechselten A-Junioren Dominic Günther im Abschluss Pech. Stattdessen erzielte in der Schlussphase ebenfalls nach einem zweiten Ball wie schon beim Ausgleich der eingewechselte Nico Lehmann den Siegtreffer für die Grün-Weißen.

„In der ersten Halbzeit haben wir nichts zugelassen und nach der Pause hatten die Lübbener fünf Möglichkeiten. Davon haben sie zwei genutzt. Leider haben wir zur Zeit nicht das Spielglück. Die wenigen Fehler der Mannschaft sind eiskalt bestraft worden“, erklärt Schmidt. „Wenn man aus den hohen Spielanteilen nur ein Tor macht, dann reicht das nicht. Ich hoffe, dass in zwei Wochen Lukas Szywala und Jens Brüllke wieder zur Verfügung stehen und wir mit Mooh Djike in Falkensee torgefährlicher sind“, so Rath. Die Eisenhüttenstädter können in den restlichen sieben Spielen noch aus eigener Hand einen Nichtabstiegsrang erreichen.