An das April-Spiel sind für die Eisenhüttenstädter allerdings nicht die allerbesten Erinnerungen verknüpft. Zwar waren diese durch Tony Wernicke in Führung gegangen und hatte Christian Siemund noch das 2:2 erzielt, doch  in der dritten Minute der Nachspielzeit machte Patrick Lenz mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den Gästen noch einen dicken Strich durch die Rechnung.
Mit einem knappen Resultat rechnet FCE-Trainer Andreas Schmidt auch dieses Mal, heute erhofft er sich jedoch das glücklichere Ende für sein Team. Beide Eisenhüttenstädter Torschützen sind auch dieses Mal mit von der Partie, allerdings auf der Gegenseite auch Torjäger Lenz. Ebenfalls noch dabei ist der damals gut haltende Torwart Kai Spangenberg. Bei den Gästen steht laut Schmidt im Prinzip das Team wie in der Vorwoche zur Verfügung, als die Eisenhüttenstädter zu Hause gegen den SV Altlüdersdorf zwar eine starke Partie abgeliefert hatten, dennoch aber mit 1:2 unterlagen.  "Das ist ein Schlüsselspiel wie in der vergangenen Saison. Wir müssen die Kräfte hinlenken und alles abrufen und hoffentlich hinsichtlich des Ergebnisses Taten sprechen lassen. Doch ich will nicht Woche für Woche immer das selbe für die Öffentlichkeit sagen", macht Schmidt deutlich, dass er nichts anderes als endlich mal wieder nach neun Niederlagen einen Sieg erwartet.
Einen Tag später bestreitet ab 15 Uhr Landesligist FSV Dynamo Eisenhüttenstadt sein Heimspiel gegen den Tabellenfünften Wacker Cottbus-Ströbitz. Wie der FC Eisenhüttenstadt sind die Dynamos punktgleich mit Schlusslicht BSV Guben Nord Vorletzter und haben ebenso neun Spiele in Folge verloren. "So eine lange Durststrecke hatten wir als Mannschaft noch nie, obwohl wir Woche für Woche ordentlich trainieren. Wichtig ist es positiv zu bleiben. Wenn ein Verein so wie wir auch in diesen sehr schwierigen Zeiten zusammenhält wird der Tag kommen, dass sich die positiven Ergebnisse wieder einstellen", so Trainer Dirk Liedtke. Personell zeigt sich die Lage bei den Dynamos an diesem Wochenende deutlich entspannt. Bis auf die Langzeitverletzten stehen alle Spieler zur Verfügung.
Fast fünf Jahre nach dem Brandanschlag auf Verkaufsraum, Zuschauertoiletten und Materialraum wird dieses Gebäude am Sonnabend neu eröffnet. Aus diesem Grund erhält jeder Zuschauer, der eine Eintrittskarte für die beiden Heimspiele zu 3,50 Euro erwirbt, ein Getränk oder eine Speise gratis.
Hoffnung auf einen guten Tag
Ebenfalls im Tabellenkeller sitzt in der Landesklasse Ost der Müllroser SV fest.  Nach der Niederlage beim Mittelfeld-Team Eintracht Peitz hat er es dieses Mal zu Hause ab 14 Uhr mit dem Tabellenzweiten FSV 63 Luckenwalde II zu tun. Da ist natürlich bei MSV-Trainer Dirk Herrgoß die Hoffnung groß, dass die Reserve nicht in allerbester Besetzung antritt. Dennoch gilt: "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. In dieser Saison haben wir gegen die Spitzenteams Rehfelde und Bestensee gut ausgesehen. Allerdings müssen wir am Sonnabend einen guten Tag und sie einen weniger guten erwischen, um erfolgreich zu sein."
Beim Gastgeber fehlen Gordon Duran und Philipp Schiller aus privaten Gründen sowie der Gelb-Rot-gesperrte Lukas Gräber. Dazu steht Innenverteidiger Eric-Gordan Kirchhoff auf der Kippe. So dürfte am Sonnabend beim MSV ein Engpass auf den Sechser- und Innenverteidiger-Positionen bestehen. Daher könnte Angriff dieses Mal die beste Verteidigung sein und vorn hat der MSV mit Paul Herrmann mit elf Treffern den führenden Torschützen der Liga. "Es ist schon einige Wochen her, als bei uns ein anderer als Paul Herrmann getroffen hat", legt Herrgoß gleichzeitig den Finger auf die offene Wunde des Drittletzten.