Fußball
: Wieder Hoffnung im Abstiegskampf

Brandenburgligist FC Eisenhüttenstadt bezwingt völlig verdient die viertplatzierte TSG Einheit Bernau mit 2:1.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Eisenhüttenstadts Hoang Sa Nguyen Ngoc (rechts) kommt vor Bernaus Tom Schneider an den Ball.

Bernd Pflughöft

Unmittelbar vor der Partie war für den am 1. Mai verstorbenen Alt-Herren-Spieler und Vereinssponsor Hans-Günter Wendemuth eine Gedenkminute eingelegt worden. Danach legten die Eisenhüttenstädter los wie die Feuerwehr und ließen die favorisierten Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Bei sommerlicher Witterung wirkte der Tabellenletzte spritziger, engagierter in den Zweikämpfen und schien trotz des augenscheinlich höheren kämpferischen Einsatzes auch gegen Spielende keine konditionellen Nachteile zu haben.

Die Bernauer waren zwar spielerisch etwas gefälliger, doch der direkte Zug zum Tor ging ihnen zunächst völlig abhanden. Die hoch aufgerückte Hintermannschaft bot den hinten konzentriert stehenden Gastgebern einige vielversprechende Konterchancen. Teilweise wurden diese jedoch nicht konsequent ausgespielt, andererseits vergaben Georges Florent Mooh Djike (13.) und Johann Krüger (18., 35.) und wurde ein 18-Meter-Freistoß von Lukas Szywala gerade noch so zur Ecke gelenkt (24.). In der 33. Minute kamen die Gäste das erste Mal gefährlich vor das FCE-Tor. Nach Flanke des rechts durchgelaufenen Martin Lange schoss Antrew Lubega den Ball aus sechs Metern über das Tor. „Mehr Chancen kann man kaum noch erhalten. Es hätte jetzt 5:1 stehen können. Ich hoffe nur, das sich das nicht in der zweiten Halbzeit rächt“, erklärte der Sportliche Leiter des FCE, Harry Rath.

Gäste erstaunlich harmlos

Seine Befürchtungen waren dieses Mal nahezu unbegründet. Auch nach der Pause wirkte das Spiel der Bernauer etwas pomadig, während die Eisenhüttenstädter um ihre letzte Chance zum Ligaverbleib kämpften. Pech hatte Tony Wernicke, als er per Freistoß nur das Quergestänge traf (53.). Kurz zuvor hatte Hermann Wamba Tsafack überhastet abgeschlossen. In der 61. Minute schließlich wurden die Anstrengungen belohnt. Nach Hackenablage von Mooh Djike an der Strafraumgrenze schoss Sturmpartner Carsten Hilgers den Ball aus 16 Metern scharf halbhoch ins Torzentrum. Kurz darauf war Mooh Djike erneut im Strafraum, Julian Graf stoppte den Ball mit ausgestrecktem Arm. Wernicke verwandelte den Handelfmeter mit einem platzierten Flachschuss.

Der FCE blieb zwar gegen die erstaunlich harmlosen Gäste weiter am Drücker, doch ein Abpraller des resolut herausgelaufenen Martin Stemmler gegen den durchgelaufenen Martin Lange landete im eigenen Tor (80). „Das war ein Fehler im Mittelfeld“, wollte FCE-Trrainer Andreas Schmidt diesen Gegentreffer keineswegs seinem Schlussmann ankreiden, der dieses Mal den Vorzug vor Matthias Kreutzer erhalten hatte. Immerhin überstand der FCE diese Zitterphase, ohne eine hundertprozentige Torchance zuzulassen. „Wir haben verdient gewonnen. Die Mannschaft hat an die Vorstellung in Eberswalde nahtlos angeknüpft und gezeigt, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Nach dem 2:0 waren sogar weitere Treffer möglich, doch nach dem Anschluss durch Abstimmungsfehler hatten wir noch einige bange Minuten zu überstehen. Die Spieler agierten als Team, waren eine Einheit. Nun hoffe ich, dass einige verletzte Spieler wie Christian Siemund zurückkommen“, sagt Schmidt.

FC Eisenhüttenstadt: Martin Stemmler – Johann Krüger, David Steinbeiß, Tony Wernicke, Christoph Krüger – Lukas Szywala (46. Benjamin Lommatzsch), Hermann Wamba Tsafack, Erik Schack, Hoang Sa Nguyen Ngoc (72. Dominic Günther) – Carsten Hilgers, Georges Florent Mooh Djike

Einheit Bernau: Niklaas Seifarth – Tom Schneider, Florian Gerber, Julian Graf, Luc-Stephane Nkok – Max Gerhard, Martin Lange, Tim Gromelski (74. Volkan Altin), Maximilian Walter – Antdrew Lubega, Sebastian Wladyko (74. Luthando Saul)

Schiedsrichter: Robert Nitz (Seelow) – Zuschauer: 46

Vierkampf um den Klassenerhalt

Drei Spieltage vor Saisonende der Brandenburgliga müssen noch vier Mannschaften um den Klassenerhalt bangen. Zwei Teams müssen voraussichtlich in die Landesliga absteigen. Dabei trennen Schlusslicht Eisenhüttenstadt (20 Punkte) und den drei Ränge besser platzierten SV Falkensee-Finkenkrug nur drei Zähler. Gegen Preußen Blankenfelde-Mahlow (22) bestreitet der FCE am 15. Juni sein letztes Heimspiel. Am 29. Mai muss Eisenhüttenstadt zu Union Klosterfelde und beim Saisonfinale am 22. Juni zum Werderaner FC Viktoria. ⇥hrö