Fußball: Zwei Kopfballtore bringen Müllrose Platz 6

Müllroses Felix Hackel treibt gegen Bruchmühle den Ball voran. Ein Tor gelang dem 22-Jährigen allerdings nicht.
MICHAEL BENKDer Müllroser SV hat auf heimischem Rasen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nach zuletzt zwei deftigen 1:4–Heimniederlagen bezwangen die Schlaubetaler die SG Bruchmühle 3:1 und kletterten dadurch auf Platz 6. Das Spiel begann zerfahren und mit Ballverlusten auf beiden Seiten — „was auch dem schlechten Zustand unseres Platzes geschuldet ist“, wie MSV–Trainer Dirk Herrgoß anmerkte. Die Gäste aus dem Altlandsberger Ortsteil Bruchmühle kamen durch individuelle Fehler der Müllroser Verteidiger zu zwei Gelegenheiten, die sie allerdings nicht in Tore ummünzen konnten. „Wichtig war, dass wir nach den beiden hohen Niederlagen zuletzt hinten stabil stehen und die Null halten“, erklärte Herrgoß.
Kurz nach der Halbzeitpause kam es zur entscheidenden Szene der Partie: MSV–Torjäger Paul Herrmann war frei durchgestartet und konnte von Robert Reichel nur durch ein Foul gestoppt werden, der dafür die Rote Karte sah (48.). Den anschließenden Freistoß versenkte Eric–Gordan Kirchhoff aus rund 20 Metern zur Führung. Ein Missverständnis in der Hintermannschaft der Hausherren nutzte Jens Lehmpfuhl zum überraschenden Ausgleich (62.). Kurz darauf verpasste Müllroses Kapitän Max Herrmann nach einer Ecke per Kopfball knapp das Tor (66.).
Die erneute MSV–Führung wurde von Elias Ponta mit einer Flanke von der linken Seite vorbereitet, der nicht gerade als „Kopfballungeheuer“ bekannte Christopher Krüger setzte sich lehrbuchmäßig durch und erzielte das 2:1 (67.). Nur Augenblicke später traf Tobias Kühnel für die Gäste nur die Oberkante der Latte (68.). Am Aluminium scheiterte auf der Gegenseite auch Paul Herrmann, der nach Vorarbeit von Felix Hackel den Pfosten traf (70.). Besser machte es der 32–Jährige, als er per Kopf die Entscheidung herbeiführte (73.). Im 24. Saisonspiel war das 3:1 bereits das 22. Tor für Paul Herrmann. Anschließend hatten die kopfballstarken Gastgeber noch weitere gute Möglichkeiten, die sie allerdings vergaben.
„Wir sind aufgrund unserer dünnen Personaldecke zufrieden, hätten aber die ein oder andere Chance noch besser ausspielen können. Schön, dass wir vor unserem Publikum mal wieder gewonnen haben“, sagte Müllroses Coach Dirk Herrgoß. Für seine Mannschaft geht es am Sonnabend zu Eintracht Peitz, die noch in argen Abstiegsnöten steckt. „Das wird wieder ein enges Spiel, aber wir wollen unsere kleine Siegesserie natürlich ausbauen.“ Bruchmühles Spielertrainer Christian Brutschin erklärte: „Müllrose ist immer ein gefährlicher Gegner. In der ersten Halbzeit war das Spiel pari pari. Die Rote Karte ist klar zu vertreten, war mit dem anschließenden Gegentor aber natürlich die Höchststrafe. Dann haben wir alles in die Waagschale geworfen und wurden eiskalt bestraft.“
