Das fahruntüchtige Auto eines Wohnungslosen samt dessen im Freien liegender Utensilien beschäftigen nach wie vor die Betreiber eines Getränke- und Supermarktes am Norma-Parkplatz nahe der Ortseinfahrt in der Lindenallee in Brieskow-Finkenheerd. Mag auch der Parkplatz so groß sein, dass diese kleine Müll-Deponie nicht sofort ins Auge fällt: Einigen Kunden waren die Hinterlassenschaften dann doch ein Dorn im Auge. Einer machte am 1. August seinen Unmut auf der Internetseite des Amtes kund, wo man beim Bürgerservice Maerker der Ordnungsbehörde Missstände im öffentlichen Raum melden kann.
Rückblick: Erstmals im März taucht der Fremde mit seinem Pkw auf dem Parkplatz auf. Das Auto funktionierte noch. Mal verblieb er für zwei Tage, mal war er unterwegs. Irgendwann war sein Opel Corsa defekt. Ende Juli erteilte die Norma-Marktleitung vor Ort dem Mann ein Hausverbot – mit Hilfe der Polizei.
Das gesamte Areal gehört Norma, ist Privatbesitz. Der öffentlichen Ordnung wegen befassten sich aber die zuständigen Stellen im Amt Brieskow-Finkenheerd mit dem Obdachlosen. Amtsdirektor Danny Busse bestätigte vorige Woche der MOZ, dass man diesem eine Unterkunft vermitteln wollte. Doch der Wohnungslose habe abgelehnt.
Wie die MOZ-Recherchen ergaben, laufen die Bemühungen der Norma-Marktleitung in Brieskow-Finkenheerd bereits seit fünf Wochen, um den Pkw samt Müll des Mannes vom Parkplatz zu entfernen. Der Marktleitung liegt dazu seit zwei bis drei Wochen das Entsorgungsangebot einer Metallhandelsfirma aus Wiesenau vor, wie deren Geschäftsführer bestätigt. Das Angebot ist seither auch der zuständigen Expansionsabteilung von Norma in Ahrensfelde bekannt. Das bestätigte gestern eine Mitarbeiterin dort der MOZ am Telefon. Zwischen-Bilanz: Die Kosten für die Entsorgung liegen laut der Wiesenauer Firma bei rund 400 Euro. Ihr Angebot wurde von Norma noch nicht angenommen. Der Pkw bleibt vorerst auf dem Norma-Parkplatz stehen. Bis die Entscheidungsträger von Norma in Ahrensfelde das machen, was zu erwarten wäre: Entscheiden.