Giftköder in Groß Lindow: Unsichtbare Gefahr beunruhigt Spaziergänger

Privater Hinweis eines besorgten Hundehalters: Im Wald auf der Radrennbahn in Groß Lindow sind rote Granulate gefunden worden. Es ist Rattengift.
Hagen Bernard- Rotes Granulat an der Radrennbahn in Groß Lindow verunsichert Nutzer der Strecke.
- Ein Hund fraß davon am 27. Juli 2026, der Tierarzt entwarnte – Sorge bleibt.
- Ordnungsamt und Landkreis wurden informiert, Kontrollen laufen regelmäßig.
- Bisher wurde kein weiteres Gift gefunden, dennoch gilt Vorsicht für Eltern und Halter.
- Ein Bürger stellte ein Warnschild auf, der Bürgermeister sieht derzeit keine neuen Funde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit einigen Tagen warnt ein schlichtes Holzschild an der Radrennbahn in Groß Lindow eindringlich vor einer unsichtbaren Gefahr. In roten Buchstaben steht dort: „Achtung! Giftköder“. Wer hier vorbeikommt, bleibt unweigerlich stehen. Denn die Warnung trifft einen Ort, der eigentlich für Bewegung, Erholung und unbeschwerte Freizeit steht.
Nur etwa 20 Meter entfernt weist ein weiteres, offiziell angebrachtes Schild des Frankfurter Sportzentrums darauf hin, dass die Anlage ausschließlich für sportliche und regenerative Zwecke genutzt werden darf – und das auf eigene Gefahr. Auf der asphaltierten Fünf-Kilometer-Runde trainieren regelmäßig Radsportler aus dem Frankfurter Leistungszentrum. Aber nicht nur sie: Auch Triathleten, Läufer und andere Hobbysportler zieht es auf die Strecke.
Doch die Radrennbahn ist längst mehr als nur ein Trainingsort. Hier sind auch Spaziergänger unterwegs, viele mit Hund, manche mit ihren Familien und Kindern auf dem Weg zum Katjasee. Gerade in den Schulferien zieht es immer wieder Badegäste über die Strecke. Was sonst nach Sommer, Natur und Freizeit klingt, ist seit Ende Juli überschattet.
Rattengift Groß Lindow: Hund frisst Granulat auf Strecke
Am 27. Juli 2026 stieß ein Mann beim Spaziergang mit seinem Hund auf rotes Granulat. Sein Vierbeiner fraß davon. Die Sorge war groß. Erst der Besuch beim Tierarzt brachte Erleichterung: Der Hund war außer Gefahr. Doch zurück blieb ein beunruhigendes Gefühl – denn bis heute weiß niemand, wie viel von dem mutmaßlichen Rattengift dort möglicherweise ausgelegt wurde.
Der Mann informierte umgehend das Ordnungsamt der Amtsverwaltung Brieskow-Finkenheerd, das daraufhin den Landkreis einschaltete. Nach Angaben des Brandschutz- und Sicherheitsbeauftragten Mark Langhammer kontrolliert inzwischen regelmäßig ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung das Gelände auf weitere Giftspuren.
Warnung vor Giftködern: Eltern und Hundehalter wachsam
Zwar wurde bislang kein weiteres Gift entdeckt. Dennoch mahnen sowohl die Amtsverwaltung als auch der Landkreis zur Vorsicht. Besonders Eltern und Hundehalter sollten wachsam sein. Kinder und Tiere sollen keine unbekannten Substanzen oder Gegenstände vom Boden aufnehmen. Verdächtige Funde sollten auf keinen Fall berührt werden.
Groß Lindows Bürgermeister René Weiner, der selbst in der Nähe der Radrennbahn wohnt, geht derzeit davon aus, dass kein weiteres Rattengift hinzugekommen ist. Zugleich lobt er den Bürger, der aus eigener Initiative das Warnschild aufgestellt hat.

