Grenze zu Polen
: Pegel-Krimi an der Oder – reicht das Wasser für die Fähre?

Zu wenig Wasser im Flussbett der Oder hat zu einem mehrwöchigen Zwangsstopp der Fähre zwischen Aurith und Urad geführt. Hat der Grenzfluss diesmal genügend Wasser?
Von
Hagen Bernard
Ziltendorf
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Soll nach dreiwöchiger Pause wieder grenzüberschreitend auf der Oder verkehren: Die vom Amt Brieskow.-Finkenheerd betriebene Fähre. Hier legt sie gleich vom Anleger in Urad ab.

Soll nach dreiwöchiger Pause wieder grenzüberschreitend auf der Oder verkehren: die vom Amt Brieskow-Finkenheerd betriebene Fähre. Hier legt sie gleich vom Anleger in Urad ab. Maximal acht Fahrgäste mit ihrem Rad dürfen pro Tour mit. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen drei Euro.

Hagen Bernard
  • Fähre zwischen Aurith (Deutschland) und Urad (Polen) startet nach dreiwöchiger Pause wieder.
  • Betrieb am 19./20. Juli 2025 geplant – Fahrzeiten: 10 bis 17 Uhr, Hin- und Rückfahrt kostet 3 Euro.
  • Wasserstand der Oder stieg zuletzt an, erreichte am 13. Juli über 190 cm in Eisenhüttenstadt.
  • Prognosen: Am 19. Juli Pegel bei 182–184 cm, am 20. Juli bei 194–198 cm – Samstag noch unsicher.
  • Schiffe der Oderschifffahrt bleiben wegen unzureichendem Pegel weiterhin vor Anker.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dreimal in Folge konnte die Oder-Fähre zwischen dem deutschen Aurith (Landkreis Oder-Spree) und dem polnischen Urad an den Wochenenden nicht fahren. Die Oder führte schlicht zu wenig Wasser. Eine Zwangspause war angesagt. Und wie sieht es am 19. und 20. Juli 2025 aus? Das Amt Brieskow-Finkenheerd hat grünes Licht gegeben, die Fähre soll am Samstag und am Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr verkehren.

Der Pegel in Eisenhüttenstadt war zuletzt (10. Juli 2025) bis auf 155 Zentimeter gesunken. Etwa 190 Zentimeter waren in der Saison 2024 aber das Mindestmaß für den polnischen Fährmann Henryk Waldemar Gocki, um die Fähre gefahrlos steuern zu können.

Amt Brieskow-Finkenheerd gibt grünes Licht

Doch noch in der zweiten Juli-Woche ist der Wasserstand wieder nach oben gegangen – auch wegen der Niederschläge in den Einzugsgebieten des Flusses in Polen und Tschechien. Der Oder-Pegel in Eisenhüttenstadt überschritt bereits am 13. Juli die 190-Zentimeter-Marke.

Doch das betreibende Amt Brieskow-Finkenheerd hatte im Vorfeld wegen der vagen Aussicht auf genügend Wasser noch von der aufwendigen Vorbereitung des Fährbetriebs abgesehen. Obwohl das Amt auf seiner Internetseite grünes Licht für den Fährbetrieb am 19. und 20. Juli gegeben hat, scheint dieser mit Blick auf die Prognosen zumindest am Samstag noch nicht ganz sicher.

Für Sonnabend scheint Pegelstand noch etwas vage

Für den 19. Juli wird der Oder ein Pegel von 182 bis 184 Zentimetern prognostiziert (Stand 17. Juli), für den Folgetag zeigt das Landesumweltamt Brandenburg für Eisenhüttenstadt einen steigenden Wasserstand von 194 bis 198 Zentimetern an.

Während der Wasserstand der Oder für die grenzüberschreitende Fähre wieder ausreichend sein könnte, reicht der Pegel in Eisenhüttenstadt für die professionelle Oderschifffahrt noch nicht aus. So bleiben beispielsweise die Schiffe der Kulle Tief-, Wasserbau- und Schifffahrtsgesellschaft mbH weiterhin vor Anker.