Hochwasser der Oder
: Gefahr für den Deich – Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehr musste zum Hochwasser-Einsatz auf den Deich zwischen Neuzelle und Ratzdorf. Dort galt es, eine echte Gefahr zu beseitigen.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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Hochwasser Oder, 24.9.2024., Deich zwischen Neuzelle und Eisenhüttenstadt

Hochwasser der Oder: Die Feuerwehr hatte einen Einsatz auf dem Deich zwischen Neuzelle und Ratzdorf.

Janet Neiser
  • Hochwasser an der Oder gefährdet Deich zwischen Neuzelle und Ratzdorf.
  • Feuerwehr entfernt Baumstamm, der die Grasnarbe beschädigen könnte.
  • Alarmstufe IV: Wasser steigt weiter an, Treibgut wird zur Gefahr.
  • Wolfgang Haas vom LfU überwacht Deiche, dankt Feuerwehr und Deichläufern.
  • Nicht jeder gemeldete Schaden ist tatsächlich kritisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nicht nur Sickerstellen am Deich bei Vogelsang haben bereits zu einem Einsatz der Feuerwehr im Rahmen des aktuellen Hochwassers geführt. Während die Feuerwehrleute im Bereich Vogelsang auf der Binnenseite des Deichbauwerks im wahrsten Sinne des Wortes Löcher gestopft haben, mussten sie sich auf dem Deich zwischen Neuzelle und Ratzdorf um die Wasserseite kümmern. Leitern kamen zum Einsatz und Geschick war notwendig.

Wolfgang Haas vom Landesamt für Umwelt (LfU), der für mehrere Deichkilometer an der Neiße und auch an der Oder verantwortlich ist, erklärt vor Ort und mit Blick auf die Oder, warum der Einsatz unbedingt notwendig war.

Ein Baum kann zum Geschoss werden

„Ein dicker Baum hat sich hier an diesem Gestrüpp verfangen und hat mit dem Wurzelbereich ganz dich an der Grasnarbe gelegen.“ Dadurch seien Turbulenzen entstanden, die die Grasnarbe am Deich langfristig zerstören können. „Und eine zerstörte wasserseitige Grasnarbe können wir uns in dieser Situation nicht leisten“, betont er mit Blick auf das weiterhin steigende Wasser der Oder, an der in diesem Bereich bereits die Alarmstufe IV gilt.

Die Oder fließt schnell dieser Tage, macht ihrem Namen als Strom alle Ehre. Aber da fließt nicht nur Wasser Richtung Stettiner Haff, sondern in diesem Wasser sind immer wieder große Äste, manchmal ganze Stämme zu sehen, die können zum Geschoss werden. Wenn die irgendwo dagegen knallen, kann das böse Folgen haben.

Vom Prinzip her sei dieses Treibgut nicht gefährlich, sagt der LfU-Experte. „Wir haben wir viel Treibgut, wenn das fünf Meter vom Deich entfernt ist, das ist dann nicht so schlimm.“ Aber der besagte Baumstamm sei unmittelbar an den Deichfuß geschwemmt worden und wurde schließlich von dort entfernt. Haas sagt: „Wenn wir noch mehr Wasser kriegen, und mehr Abfluss und Strömung, kann die Grasnarbe einen bösen Schaden nehmen. Aber die ist extrem wichtig.“

Wolfgang Haas vom Landesamt für Umwelt auf dem Deich der Oder, 24.9.2024

Wolfgang Haas vom Landesamt für Umwelt hat die Deiche während des Hochwassers im Blick.

Janet Neiser

Deichläufer melden Schäden

Wolfgang Haas hat den Einsatz mit seinem Handy dokumentiert und bedankt sich bei den Feuerwehrleuten. Deichläufer hätten das Schwemmgut entdeckt. „Wir haben richtig gute Deichläufer hier, die sich bereiterklärt haben, die Deiche zu inspizieren“, betont er. Jeden Schaden, den sie feststellen, müssen sie der Feuerwehr melden. „Und die informiert mich und ich fahre dann raus und schaue mir das an.“  Wenn er entscheidet, es besteht Handlungsbedarf, dann wird gehandelt. Haas erklärt aber auch: „Nicht jeder gemeldete Schaden ist ein Schaden.“