Hochwasser in Brandenburg
: Alarmstufe an der Oder zwischen Eisenhüttenstadt und Frankfurt

Der Pegel der Oder zwischen Ratzdorf, Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) steigt kontinuierlich. Inzwischen gibt es eine Hochwasserwarnung für den Bereich. Die Alarmstufe könnte erreicht werden.
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
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Auch am Bollwerk am Oder-Spree-Kanal in Eisenhüttenstadt macht sich das Hochwasse bemerkbar. Das Wasser drückt aus der Oder in den Kanal zurück.

Bernd Geller - Fotodesign und Bi

Der Pegel der Oder zwischen Ratzdorf, Eisenhüttenstadt und Frankfurt ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Inzwischen liegt eine Hochwasserwarnung vor. Bei Eisenhüttenstadt wird wahrscheinlich am Donnerstag (28. Dezember) ein Grenzwert überschritten.

Laut der Information des Landesamtes für Umwelt vom Montag (25. Dezember) sind im Einzugsgebiet der Oder in der vergangenen Woche Niederschlagsmengen zwischen 30 und 70 mm aufgetreten. Die Schneedecke in den oberen Teilen des Einzugsgebiets sei durch starkes Tauwetter seit dem 24. Dezember am Abschmelzen.

Wasserstände steigen deutlich an

„Im Oberlauf der Oder und den Zuflüssen aus den Mittelgebirgen steigen die Wasserstände wieder deutlich an. Auch im Hauptstrom unterhalb von Wroclaw sind wieder steigende Wasserstände zu beobachten, wobei an einigen polnischen Pegeln die Richtwasserstände für den Meldebeginn bereits überschritten sind“, heißt es in der Hochwassserwarnung des Landesamtes.

Das hat Folgen für den deutschen Teil der Oder. „Es seien weiterhin steigende Wasserstände zu beobachten. Diese werden durch höhere Zuflüsse des Bobr und der Lausitzer Neiße verstärkt“, so das Landesumweltamt.

Erwartet wird, dass in den kommenden Tagen die Richtwasserstände für die Alarmstufe I überschritten werden in dem Abschnitt zwischen Ratzdorf, Eisenhüttenstadt und Frankfurt. Für Eisenhüttenstadt könnte die Alarmstufe I, die bei einem Pegelstand von 4,75 Metern liegt, am Donnerstag (27. Dezember) erreicht werden. Am Dienstag lag der Pegel bei 4,31 Meter. In der Hochwasserwarnung vom 25. Dezember war die Alarmstufe 1 für den 27. Dezember prognostiziert worden.

Die Folge ist, dass tiefer liegende Auenbereichen und ufernahes Grünland überflutet werden. Wird die Alarmstufe I erreicht, gibt das Landesumweltamt eine Hochwasserinformation heraus, die schon für andere Flussabschnitte in Brandenburg vorliegen.