Hund in Eisenhüttenstadt
: Jack über Jahre gewürgt und stundenlang eingesperrt

Der American Staffordshire-Terrier Jack wartet im Tierheim Am See in Eisenhüttenstadt auf ein neues Zuhause. Der fünfjährige Rüde hatte ein sehr schweres Leben in Norwegen.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Leidet immer noch an der unsachgemäßen Erziehung durch den Vorbesitzer: der fünfjährige Stafford Jack. Tierheim-Mitarbeiter Steven Schneider stellt ihn gerade vor.

Leidet immer noch an der unsachgemäßen Erziehung durch den Vorbesitzer - der fünfjährige American Staffordshire-Terrier Jack. Tierheim-Mitarbeiter Steven Schneider hat ihn gerade mit nach draußen genommen.

Hagen Bernard
  • Amstaff Jack, 5 Jahre, wartet im Tierheim Eisenhüttenstadt auf ein Zuhause.
  • Er wurde in Norwegen schlecht behandelt, hat Angst vor Autos.
  • Halsbänder sind tabu wegen Verletzungen; Geschirr muss gepolstert sein.
  • Jack ist ungestüm und nicht für Familien mit kleinen Kindern geeignet.
  • Gesundheitsstatus: Luftröhrenverletzung, sonst gesund; Verträglichkeit mit anderen Tieren unklar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der American Staffordshire-Terrier Jack wartet im Tierheim Am See in Eisenhüttenstadt auf ein neues Zuhause. Seine Rasse wurde bis vor kurzem im Land Brandenburg unter den sogenannten Listenhunden geführt. Obwohl inzwischen für jedermann solch ein Stafford-Terrier zugelassen ist, wird Tierheimleiterin Jana Feister ihn nicht an jeden abgeben.

„Dieser Stafford ist nur etwas für erfahrene Halter, die in der Lage sind, sich auf diesen Hund einzustellen. Jack hat ein hohes Erregungslevel und ist etwas ungestüm. Für Familien mit kleinen Kindern wäre er völlig ungeeignet“, urteilt die Tierheimleiterin.

Jack leidet unter den harten Erziehungsmethoden

Schließlich ist dieser Stafford auch geprägt durch die unsachgemäße Behandlung seines Vorbesitzers, der wahrscheinlich in Norwegen lebt. Doch dieser habe den Hund mit Würge- und Stachelhalsbändern erziehen wollen und ihn häufig zur Strafe auf den Boden gedrückt. Wahrscheinlich durch diese unsachgemäße Behandlung mit den Halsbändern habe sich Jack eine Verletzung an der Luftröhre zugezogen. Er grunze und schnarche deswegen regelmäßig.

Doch bislang sei es in den vergangenen vier Wochen, seit der Hund im Tierheim ist, nicht gelungen, ihn zum Tierarzt zu bringen. Jack habe eine panische Angst vor Autos. „Wir können ihn auch nicht für den Transport in eine Box sperren. Der Vorbesitzer muss ihn stundenlang so eingesperrt haben“, vermutet die Tierheimleiterin.

Halsbänder sind bei Jack tabu

Mal abgesehen von der Luftröhre ist Jack laut Jana Feister gesund. Auf alle Fälle sollte ein Halter mit dem Geschirr aufpassen, es sollte gepolstert sein. Halsbänder sind für Jack ohnehin tabu. Ohnehin könne man laut Jana Feister mit Halsbändern bei Hunden viel Schaden anrichten. Schilddrüse, Speiseröhre, Luftröhre und die Wirbelsäule können davon beeinträchtigt werden.

Die Verträglichkeit mit Hunden und Katzen sei im Tierheim noch nicht getestet worden. Auf alle Fälle will der Terrier gefordert werden und hat einen großen Bewegungsdrang. Wegen ungewöhnlichen Verhaltens sei Jack im Tierheim bislang nicht auffällig geworden, so Jana Feister.