Hund in Eisenhüttenstadt
: Labrador Professor wartet seit sieben Jahren auf ein Zuhause

Der Labrador-Rüde Professor ist schlau. Doch gegenüber Fremden hat er Angst. Daher wartet der Hund im Tierheim in Eisenhüttenstadt seit langem auf einen neuen Halter.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Wartet seit gut sechs Jahren auf ein neues Zuhause: der Labrador "Professor" im Tierheim Eisenhüttenstadt an der Oderlandstraße.

Wartet seit gut sechs Jahren auf ein neues Zuhause: der Labrador "Professor" im Tierheim Eisenhüttenstadt an der Oderlandstraße.

Hagen Bernard

Es gibt im Tierheim Eisenhüttenstadt an der Oderlandstraße Hunde, die bereits seit Jahren  auf einen neuen Halter warten. Dazu gehören der Labrador-Rüde „Professor“ mit seinen Geschwistern „Bolek“ und „Pinsel“. Bereits seit gut sechs Jahren hoffen sie auf ein neues Zuhause. Tierheim-Mitarbeiter Roland Zahn kann sich gut vorstellen, dass der siebenjährige „Professor“ und „Bolek“ bei Tierfreunden gut aufgehoben wären. „Beide sind recht zugänglich, nur bei Pinsel sehe ich Probleme.“

Zwar sind sie nicht leinenführig, doch als Hofhund könnten sie gute Dienste verrichten. Zwar würden sich „Professor“ und „Bolek“ laut Tierheim-Mitarbeiterin Sylvia Pantel noch ein Geschirr überstreifen lassen, doch hätten sie vor einer Leine Angst.

Besonders dem schwarzen „Professor“ traut es Roland Zahn zu. Er sei der intelligenteste von diesen drei Angsthunden. „Als Hof- und Wachhund kann ich ihn mir sehr gut vorstellen. Er ist sehr aufmerksam. Ein Halter benötigt sicherlich einige Zeit, um sein Vertrauen zu erlangen. Doch wenn das Eis erst einmal gebrochen ist, dann wäre das sicherlich ein sehr guter Hund“, ist sich auch Tierheim-Leiterin Ute Valentin sicher.

Labrador „Professor“: Hund ist gegenüber Fremden zögerlich

Derzeit lebt „Professor“ allein in seinem Zimmer, da sein langjähriger Zimmer-Genosse „Ares“ gestorben ist. Doch beim Spielen zeigt er sich Rudel-tauglich, vorrangig ist mit seinen Geschwistern draußen. Er ist kastriert und geimpft, Krankheiten sind nicht bekannt.

Besonders gegenüber Fremden zeigt „Professor“ Respekt und sucht Abstand. Wenn man das respektiert, wird er auch nicht aggressiv. Dabei ist seine Entwicklung wie auch die seiner Geschwister zum Angsthund ungeklärt. Tierheim-Pflegerin Sylvia Pantel hatte während eines Bulgarien-Besuches bei einer Tierschützerin in einer Mülltonne sechs etwa drei Wochen alte Hunde-Welpen entdeckt.

Hund in Eisenhüttenstadt: bei Ankunft völlig verängstigt

Ein Welpe starb zwar tags darauf, doch die anderen fünf konnte die Bulgarin per Flasche großziehen. Zwei dieser Vierbeiner gingen an ein anderes deutsches Tierheim, Ute Valentin nahm acht Monate nach dem Besuch ihrer Mitarbeiterin sich des verbliebenen Trios an.

Doch bei der Ankunft im Tierheim an der Oderlandstraße wirkten die Hunde völlig verängstigt. Sie waren in Käfigen transportiert worden und wollten zunächst aus ihnen nicht hinaus. „Professor“ trug sogar einen Maulkorb. „Der Fahrer muss die Hunde gequält haben“, ist sich Sylvia Pantel sicher. Immerhin konnten die Tierheim-Mitarbeiter das Vertrauen der Hunde gewinnen. Doch gegenüber fremden Besuchern sind sie immer noch sehr scheu. Das schreckt vor einer Adoption ab.