Hund in Eisenhüttenstadt: Hundebadetag im Inselbad sorgt für tierisch gute Stimmung

Fühlt sich im Inselbad pudelwohl: Der vierjährige Berner Sennenhund Sir Henry war einer der vierbeinigen Gäste beim 2. Hundebadetag in der Inselhalle in Eisenhüttenstadt.
Hagen Bernard- 2. Hundebadetag im Inselbad Eisenhüttenstadt: Knapp 50 Hunde genossen das Schwimmen.
- Veranstalter zufrieden, trotz Rückgang von 80 Teilnehmern im Vorjahr auf 50 dieses Jahr.
- Berner Sennenhund Sir Henry und Husky Shira schlossen Freundschaft im Wasser.
- Golden Retriever Cooper überwand seine Angst vor Wasser dank Artgenossen.
- Angebot stärkt soziale Kontakte der Hunde – viele Halter loben das Event.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit ihrer weiten blauen Jogginghose und dem weißen kurzärmligen Shirt sieht Isabell Maslack nicht gerade danach aus, als ob sie im Inselbad ins Wasser wollte. Doch das macht sie. Gerade steht sie mit ihren weißen Latschen im Becken der 250.000 Liter fassenden Außenanlage in Eisenhüttenstadt. Das Wasser reicht bereits einige Zentimeter über ihre Knie. Die Leine in der linken Hand, spricht sie einem Hund ruhig zu. Schließlich gibt der sich einen Ruck und springt zu ihr.
„Es geht nicht anders. Sonst wäre er nicht ins Wasser gegangen“, erklärt die junge Frau. Zu Hause im Eisenhüttenstädter Ortsteil Diehlo haben sie sogar im Garten ein kleines Wasserbecken. Doch in das will der eineinhalbjährige Golden Retriever Cooper partout nicht gehen. Im Außenbecken des Inselbades in Gegenwart weiterer Artgenossen konnte er sich letztlich überwinden.
Große Resonanz trotz weniger Teilnehmer in Eisenhüttenstadt
Knapp 50 Hundehalter sind am Sonntag (21. September) zum zweiten Hundebadetag ins Inselbad gekommen. Zwar waren es zur Premiere im Vorjahr immerhin 80, dennoch ist Inselbadleiter Kay Grünert mit der Resonanz zufrieden. Schließlich haben in der Zwischenzeit weitere Bäder zu Saisonende mit solch einem Angebot nachgezogen.
Allerdings hätte der Inselbadleiter es ganz gern gesehen, wenn wie im Vorjahr sich auch noch Hundevereine beziehungsweise Hundefachgeschäfte hier präsentiert hätten. Wir haben sie angeschrieben. Doch wenn sie nicht wollen, können wir es nicht ändern. Dabei hatte das Inselbad sogar auf eine Standgebühr verzichtet. Zugegen war nur noch die Oder-Neiße-Werkstatt, die den Besuchern Kaffee und Kuchen anbot.
Stress für Halter und Spaß für Hunde in Eisenhüttenstadt
Die Stärkung war bei so manchem willkommen, schließlich wurde es für manchen Halter doch recht stressig. Schließlich gingen einige bei Außentemperaturen von knapp 30 Grad Celsius zusammen mit ihren Schützlingen ins Wasser, andere mussten auf ihre Vierbeiner achtgeben, damit diese bei ihren Artgenossen nicht zu weit gingen.

Wagt sich zunächst nicht so richtig ins Wasser: die junge Husky-Dame Shira. Halterin Jasmin Wildner redet ihr erst einmal gut zu.
Hagen Bernard„Wenn einige Halter mit ihren großen Platzhirschen kommen, es sind ein paar Rüden, dann müssen doch schon die Fronten geklärt werden“, erklärt Karola Krüger aus Kieselwitz. Sie musste eher ihre kleine, sechs Monate alte Mina beschützen. Als spanischer Wasserhund war sie zwar im Becken in ihrem Element, doch auch altersbedingt nach einer Stunde doch schon ziemlich k. o. Da war sie auch nicht unbedingt mehr auf neue Bekanntschaften mit Artgenossen aus.
Im Garten meidet Sir Henry das Wasser
Völlig anders hingegen verhielt es sich mit Sir Henry, einem großen und kräftigen Berner Sennenhund. Gekommen war er mit Sylvia Diener und dem sechsjährigen Jason. „Die Kiesgruben sind mir zu dreckig. Wir haben zwar ein Becken im Garten, doch da will er nicht rein“, lauten Beweggründe für Sylvia Diener. Zusammen mit dem Jungen tobte Sir Henry im Wasser, schwamm kleinen Bällen hinterher und suchte vor allem Bekanntschaften. Vornehmlich weibliche.

Kommt gleich zu Frauchen Isabell Maslack ins Nass: der Golden Retriever Cooper
Hagen BernardAls die kleine Lucy, ein Frops aus Frankfurt (Oder), ihn immer wieder resolut abwies, schließlich war sie neben großen Hunden aufgewachsen, hatte er bei der eineinhalbjährigen Husky-Hündin Shira mehr Glück. Zwar drängte Sylvia Diener zunächst ihren Rüden immer wieder von der Hündin weg, doch ihr Schützling blieb hartnäckig. „Eigentlich braucht die Hündin keine Angst zu haben, Sir Henry ist lieb, er wehrt sich nicht.“ So war es letztlich auch im Inselbad.
Neue Freundschaften und Sozialkontakte für Hunde
Bereits nach einer knappen halben Stunde waren der Sennenhund und der Husky ein Herz und eine Seele. Mitgenommen hatte die Hündin Jasmin Wildner aus Eisenhüttenstadt. „Ich habe vom Hundeschwimmen über soziale Medien erfahren. Ich finde das gut, in der Umgebung gibt es so etwas nicht. Außerdem lernen die Hunde hier soziale Kontakte“, erklärt die 22-jährige Eisenhüttenstädterin.
Mit dabei war auch ihre Freundin Natalie Noack. „Ich habe zwei Hunde zu Hause. Doch ich war mir nicht sicher, ob es hier schon das Richtige für sie ist. Schließlich sind sie noch recht klein. Vielleicht nehme ich sie beim nächsten Mal mit, wenn sie dann etwas älter sind.“
Vielleicht geht es ihnen dann so wie Shira, die im Außenbecken nicht nur neue Bekanntschaften schloss. Während sie sich zusammen mit ihrer Halterin allenfalls die Pfoten nass machen wollte, ließ sie sich von ihrem neuen Freund Sir Henry schließlich sogar zu einem ausgiebigen Bad überreden.


