Hund in Eisenhüttenstadt
: Liebe vorbei – süße Toffee wieder im Heim

Damit hatte keiner gerechnet: Der süße Hund Toffee war als Welpe vom Tierheim in Eisenhüttenstadt vermittelt worden. Nun musste die schlaue Amstaff-Dame zurück. Warum?
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Toffee, American Staffordshire, im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, hier mit Lisa-Marie Sommer

American Staffordshire Terrier, Toffee ist zurück im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt. Einen großen Fan hat die Hündin mit Lisa-Marie Sommer gefunden.

Janet Neiser

Toffee ist der passende Name für diese junge Lady im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt. Sie ist nicht nur so beige-braunfarben wie ein Toffee, sondern viele werden sie auch für ebenso süß halten. Toffee ist ein Amstaff, also ein American Staffordshire Terrier. Und die Dreijährige hat den typischen Hundeblick drauf, mit dem sie alle um den Finger wickeln kann.

Toffee kam einst als Welpe ins Tierheim am See zu Jana Feister – mit ihren Geschwistern. Und es dauerte gar nicht lange, da hatte sich auch schon jemand gefunden, der sie mit nach Hause genommen hat. Damals war eine Haltung in Brandenburg aufgrund der Rasseliste noch nicht erlaubt, aus diesem Grund war die Reise etwas länger.

Toffee, American Staffordshire, im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, hier mit Lisa-Marie Sommer

Toffee, American Staffordshire, im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, hier mit Lisa-Marie Sommer

Janet Neiser

Aktiver Hund, der auch mal Ruhe braucht

Doch jetzt ist Toffee zurück. „Mit der Familie hat es leider nicht mehr funktioniert“, weiß Lisa-Marie Sommer aus dem Tierheim am See zu berichten. Toffee komme schlecht mit Kindern klar, erzählt sie. Mit Erwachsenen hingegen gebe es keine Probleme.

„Sie war noch nie auffällig.“ Wie es sich äußert, dass sie mit Kindern nicht so gut kann? Dann werde sie unsicher, erklärt die Tierheim-Mitarbeiterin. „Wenn jemand viel zappelt oder laut ist, dann weiß sie nicht, wie sie damit umgehen soll.“

American Staffordshires seien sehr aktive Hunde, gleichzeitig aber auch Couch Potatoes, sagt Lisa-Marie Sommer. „Sie wollen auch mal ihre Ruhe.“ Und sie sollte man ihnen auch geben. Wenn sie kuscheln wolle, dann komme sie, wenn nicht, dann eben nicht. „Das muss man akzeptieren.“ Eigenbrötlerisch ist wohl das passende Wort.

Nun darf der Hund in Brandenburg bleiben

Toffee ist ein Kraftpaket. Sie braucht also Bewegung. Laut Lisa-Marie Sommer wisse man von vielen vermittelten Staffordshires, dass deren Halter mit ihnen wandern oder schwimmen gehen. „Da haben die Bock drauf.“ Lediglich Regen würden sie nicht ganz so mögen.

Zudem seien American Saffordshire Terrier sehr intelligente Hunde. Die bräuchten auch Kopfarbeit. Die Tierheim-Mitarbeiterin empfiehlt beispielsweise Schnüffelspiele. Schnüffelspiele.

Ob Toffee künftig in einer Mietwohnung oder einem Eigenheim mit Grundstück wohnt, das sei egal. Wichtig sei das, was die neuen Halter mit ihr unternehmen würden. Mit anderen Hunden komme sie klar  – je nach Sympathie und mit Rüden etwas besser.

Jetzt, da es in Brandenburg keine Rasselisten mehr gibt, kann Toffee auch in diesem Bundesland vermittelt werden und bleiben. Aber warum ist sie überhaupt zurück im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, wenn sie doch vorher weit weg gelebt hat?

Es sei vertraglich geregelt, dass die adoptierten Hunde wieder ins Tierheim am See gehen, wenn die Halter sie nicht mehr wollen. „Das ist auch gut und richtig so“, sagt Lisa-Marie Sommer. Wir kennen die Hunde am besten. Sicherlich sei es nie schön, wenn ein Hund wieder im Tierheim abgegeben werde, aber langfristig finde man so das beste Zuhause.

Interesse an Toffee? Dann bitte melden im Tierheim am See: Vogelsänger Chaussee 2, 15890 Eisenhüttenstadt, Tel. 0173 9036140

Toffee, American Staffordshire, im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt, hier mit Lisa-Marie Sommer

Wartet geduldig den Fototermin ab: American Staffordshire Terrier Toffee.

Janet Neiser