Insekten
: Mückenplage belastet Menschen in der Region Eisenhüttenstadt

In der Region Eisenhüttenstadt werden im Einzelhandel die Insektenschutzmittel knapp.
Von
Frank Groneberg
Eisenhüttenstadt
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  • Ein Apothekenschild.

    Ein Apothekenschild.

    picture alliance/Shutterstock/Cineberg/BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie/obs
  • Wer sich schützt, braucht nicht zu kratzen: Cindy Kettenbeil zeigt zwei Insektenschutzmittel aus der Apotheke. In der Region Eisenhüttenstadt klagen immer mehr Menschen über Insektenstiche.

    Wer sich schützt, braucht nicht zu kratzen: Cindy Kettenbeil zeigt zwei Insektenschutzmittel aus der Apotheke. In der Region Eisenhüttenstadt klagen immer mehr Menschen über Insektenstiche.

    Frank Groneberg
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Noch Ende Juni waren sich verschiedene Experten sicher: In diesem Jahr wird es keine Mückenplage geben. Weil es im Frühjahr viel zu trocken war und die Mücken keine Möglichkeit hatten, sich fortzupflanzen. Sowohl Mitarbeiter des Naturschutzbund Deutschland als auch eine Expertin des Leibniz–Zentrums für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg erklärten, Deutschland bleibe voraussichtlich von einer Mückenplage verschont. Allerdings: Die Mücken, auch in der Region Eisenhüttenstadt, haben entweder von diesen Voraussagen nichts mitbekommen oder sie wollen sich  partout nicht daran halten.

Seit einigen Tagen pflanzen sich die summenden Plagegeister fort, was das Zeug hält, und fallen in großen Schwärmen über uns Menschen her. Morgens, mittags, abends — es ist egal, zu welcher Tageszeit man sich nach draußen begibt: Die nervenden Blutsauger sind bereits da.

Insektenschutzmittel werden knapp

Und was zu erwarten war: Im Einzelhandel werden die Insektenschutzmittel knapp. Ein Blick in die Regale von Supermärkten und Drogerien zeigt: Die Menschen haben ordentlich zugegriffen. So ist etwa bei Rossmann im City–Center in Eisenhüttenstadt das Regal mit Insektenschutzmitteln wie leergefegt. Die preiswerten Mittel der Eigenmarke Zeckito sind so gut wie ausverkauft, das etwas teurere Autan ist noch in kleineren Mengen zu haben. An diesem Dienstag wird aber wieder Nachschub erwartet.

Auch in den Apotheken zeigt die Verkaufskurve seit Anfang vergangener Woche nach oben. Engpässe gibt es hier aber nicht. Denn in den Apotheken werden ausschließlich höherwertige Insektenschutzmittel der Marken Antibrumm, Mosquito und natürlich Autan angeboten. Die aber haben ihren etwas höheren Preis.

Doch was hilft gegen Mücken, worauf sollten von Stichen geplagte Kunden beim Einkauf achten? Cindy Kettenbeil, Inhaberin der Apotheke im City–Center, kennt sich aus. „Es gibt zwei Wirkstoffe, die sehr gut insektenabweisend sind: Icaridin und DEET“, erklärt sie. Wer ein effektives Schutzmittel haben möchte, sollte darauf achten, dass eines dieser beiden Mittel enthalten ist. Icaridin sollte zu mindestens 20 Prozent enthalten sein.

Sowohl bei Icaridin als auch bei DEET handelt es sich um künstlich erzeugte chemische Substanzen. "Alternativ gibt es auch pflanzliche Mittel zu kaufen“, erläutert Cindy Kettenbeil, "die enthalten ätherische Öle als Wirkstoff.“ Aber zum einen ist die Wirkung pflanzlicher Mittel eher gering. „Und zum anderen haben ätherische Öle ein höheres allergisches Potenzial.“

Hausmittel nach dem Stich

Empfehlenswert seien zudem Mittel, die den Sonnenschutz und den Insektenschutz kombinieren. Wer diese nicht kaufen möchte, sollte zunächst die Sonnencreme auftragen und 30 Minuten einziehen lassen und erst dann ein Insektenschutzmittel benutzen. „Wichtig ist auch, den Mückenschutz nicht direkt ins Gesicht zu sprühen, sondern erst auf die Hand und dann mit der Hand vorsichtig im Gesicht zu verteilen.“

Haben die Mücken bereits zugestochen, sollte aufs Kratzen unbedingt verzichtet werden. Cindy Kettenbeil empfiehlt ein altes Hausmittel: eine rohe Zwiebelhälfte auf die Einstichstelle pressen und so die Stelle kühlen.