Kajüte in Ratzdorf: Tanzen an der Oder, das erwartet Besucher beim „Tanzpalast“

Die Kajüte in Ratzdorf ist ein Anlaufpunkt für Radtouristen – vor allem im Sommer, wenn das Haus täglich geöffnet hat. Der Anker davor ist auch eine Art Symbol, denn die Kajüte ist zu einer Art für Kultur geworden.
Janet Neiser- Die Kajüte in Ratzdorf hat sich zum Kulturhaus mit Konzerten, Theater und Lesungen entwickelt.
- Der Kultursommer startet im Juli – ein erster Vorgeschmack kommt am vorletzten April-Wochenende.
- Am 18. April 2026 läuft der „Tanzpalast Nr. 2“ ab 19 Uhr mit Oldie-Hits und Discokugel.
- Die ersten zehn Tisch-Reservierenden dürfen einen Lieblingshit vorab einreichen.
- Im Juni gibt es nur private Feiern, Himmelfahrtstage und der Biergarten bringen zuvor Musik.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Kultur ist und bleibt die Seele eines Volkes“, betont Dorothee Schmidt-Breitung. Die Restauratorin aus Breslack ist seit Jahren auch in der Veranstaltungsbranche unterwegs, engagiert sich mit Gleichgesinnten für den Erhalt der denkmalgeschützten Kajüte in Ratzdorf und füllt diese Jahr für Jahr mit Leben. „Solche Orte sind so verdammt wichtig“, sagt sie und liefert den Grund auch mit: Die Menschen können sich dort treffen, ins Gespräch kommen und eine gute Zeit haben.
Die Kajüte hat sich zu einem Kulturhaus gemausert, auf das ganz viele Menschen aus der Region nicht mehr verzichten wollen: Konzerte regionaler, nationaler und internationaler Künstler, Pantomime, Theater, Lesungen – all das gibt es dort über den Sommer, der nicht umsonst als Kultursommer bekannt ist.
So etwas auf die Beine zu stellen, kostet Kraft und viel Geld.
Ein erster Appetithappen vor dem Sommer
Manchmal ist Dorothee Schmidt-Breitung am Ende der Saison tatsächlich auch am Ende ihrer Kräfte. Aber all die Begegnungen und die vielen lieben Worte von Besuchern und Künstlern lassen sie immer wieder aufstehen und weitermachen. Und so wird die Kajüte auch in diesem Jahr ihre Tür zum Kultursommer öffnen.
Richtig los wird der Kultursommer zwar erst im Juli gehen, aber schon am vorletzten April-Wochenende gibt es einen ersten Vorgeschmack oder aber Appetithappen auf das, was kommt. Am 18. April 2026 findet nämlich der „Tanzpalast Nr. 2“ statt. Ab 19 Uhr wird der Saal der Kajüte zum Tanzsaal für Jung und Alt.
Der Tanzpalast ist ein relativ neues Format, das aus der Oldie-Disco entstanden ist. „Die Oldie-Disco bekommt frischen Wind: Freut euch auf einen einzigartigen Mix aus Klassikern und tanzbaren Hits
aus den 60ern, 70ern, 80ern & 90ern – nostalgisch, lebendig und in neuem Ambiente“, heißt es seitens der Veranstalter. Die Discokugel darf da natürlich nicht fehlen. Und ein besonderes Schmankerl gibt es auch: Diejenigen, die zu den ersten zehn gehören, die einen Tisch für die Veranstaltung reservieren, dürfen vorab ihren Lieblingshit schicken, der dann natürlich auch erklingen wird. Reservierungen für den Tanzpalast sind möglich unter kontakt@kajuete-ratzdorf.com.
Erst Power-Schläfchen, dann Glitzerkleid
Aber natürlich kann man am 18. April auch ohne Reservierung einfach in der Kajüte vorbeikommen, versichert Dorothee Schmidt-Breitung, die sich selbst schon mächtig auf den Abend freut. „Ich versuche, vorher ein kleines Power-Schläfchen zu machen“, sagt sie und verrät auch schon, was sie höchstwahrscheinlich anziehen wird: „Ein Glitzerkleid. Ich bin dann die Discokugel.“
Power-Schläfchen wird sie in diesem Jahr noch viele benötigen – mit Blick auf den Kultursommer. Das Programm steht. „Und ich habe das Glück, dass alle wieder mitmachen“, sagt sie in Richtung der vielen Helfer für Gastronomie und Technik, die bei der Vorbereitung und auch der Durchführung helfen. „Von Mitte August bis Mitte September wird die Kajüte jeden Tag ab 17 Uhr geöffnet haben.“ Und diese vier Wochen werden dann flankiert von ganz vielen Kulturveranstaltungen.
Im Juni gibt es viele Einmietungen in der Kajüte in Ratzdorf
Fördermittel für den Kultursommer 2026 sind bereits beantragt. Dorothee Schmidt-Breitung und ihr Team hoffen stark, dass sie genehmigt werden, denn die Kosten für so viel Kultur würden oft unterschätzt. „Ich möchte die Künstler ja auch fair bezahlen, und schlafen und essen müssen sie auch irgendwo. Die Technik ist ebenfalls teuer.“
Der nächste Höhepunkt in und an der Kajüte vor dem Kultursommer werden dann die zwei Tage rund um Himmelfahrt sein. Auch da ist viel Musik geplant, auch da wird der Biergarten geöffnet haben.
Im Juni gibt es dann gar keine öffentlichen Veranstaltungen, aber nicht etwa, weil die Kajüte ein Power-Schläfchen braucht, sondern weil das Haus dann für Hochzeiten und andere Feste genutzt wird. Private Einmietungen sind wichtig, um die Immobilie überhaupt erhalten zu können. Und in diesem Jahr gebe es richtig viele, freut sich Dorothee Schmidt-Breitung.


