Katzen in Brandenburg: Krasse Katze gesucht – das sagen Tierärzte zum GPS-Tracker

Wo wandert Felix entlang, um seine Maus aufzuspüren? Die Aktion „Krasse Katzen“ von MOZ.de könnte Aufschluss geben. Denn teilnehmende Katzen werden mit einem GPS-Tracker ausgestattet.
MOZ.de & Dall-E/ Hanna GuhlDie Katze ist das beliebteste Haustier der Deutschen. 2023 lebten laut Statista rund 15,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten. Damit sind die Hunde weit abgehängt (10,5 Millionen). Viele der Katzen streifen frei herum, aber wo eigentlich? Was machen die Vierbeiner außerhalb der eigenen vier Wände? Wo schleichen sie hin? Wie lange bleiben sie an welchem Ort?
Wir wollen es wissen und suchen Brandenburgs „Krasse Katzen“. An der Aktion haben sich mehr als 300 Katzen oder besser gesagt deren Halterinnen und Halter beteiligt. Diese werden in den nächsten Wochen von MOZ.de kontaktiert.

Sitzt und stört nicht: Einen solchen GPS-Tracker bekommen die ausgewählten Teilnehmer der Aktion „Krasse Katzen“ für ihr Haustier ausgeliehen. Er wurde hausintern von mehreren Katzenhaltern getestet und für sehr gut befunden.
Frank Lorenz, Montage: MOZUnter allen Bewerbern werden schließlich die Teilnehmer ausgesucht, die dann leihweise einen Tracker erhalten, mit dem die notwendigen GPS-Daten aufgenommen und von uns ausgewertet werden. Die Teilnehmer selbst können die Ergebnisse ebenfalls über eine App mitverfolgen.
Tracker zur Ortung mittels GPS schon seit Jahren im Einsatz
Aber was muss bei der Verwendung eines solchen GPS-Trackers eigentlich beachtet werden? Was sagen Tierärzte?
Fest steht, immer mehr Menschen greifen zur Ortung ihres geliebten Haustieres auf Tracker zurück. Und es gibt sogar Berichte darüber, dass ein Tierarzt aus Hessen selbst einen solchen Tracker für Katzen entwickelt hat, und zwar schon vor einigen Jahren.
Warum? Weil sich viele Katzenbesitzer sorgen, sobald die geliebte Samtpfote nicht wie gewohnt nach Hause kommt – obwohl dort das leckere Futter im Napf wartet. Dann werden die Nachbarn gefragt und Plakate mit Suchmeldungen in Umlauf gebracht – manchmal mit Erfolg, manchmal nicht.
Doch wer sein Tier liebt, der fragt sich natürlich auch, ob ein Tracker zum Orten überhaupt infrage kommt.
Das raten Tierärzte in Brandenburg beim Tracker-Einsatz
Experten raten, dass man bei der Anschaffung auf die Größe und das Gewicht der Tracker achten sollte. Auch die Reichweite, die Lebensdauer der Batterien, die Wasserdichtigkeit und mögliche Abokosten sind wichtige Aspekte, die zu berücksichtigen sind.
Tierarzt Roman Kahlisch aus Eisenhüttenstadt rät Folgendes: Es ist darauf zu achten, „dass der Tracker möglichst klein und leicht ist, um die Katze möglichst wenig zu beeinträchtigen“.
Das bestätigt auch Mariana Göritz-Kamisch, Tierärztin in Steinsdorf. Das Tier dürfe durch den Tracker nicht gefährdet bzw. behindert werden. „Das Wichtigste ist, dass die Tracker so angebracht werden, dass sie für die Katzen nicht lebensgefährlich werden“, erklärt sie mit Blick auf Strangulationsgefahr.
Diesbezüglich empfiehlt Roman Kahlisch, dass das Tracker-Halsband mindestens eine sogenannte Sollbruchstelle besitzen sollte. Diese verhindere, dass die Katze sich strangulieren kann, falls sie irgendwo mit dem Halsband hängen bleibt. In einem solchen Fall würde sich das Halsband nämlich von allein öffnen.
Haustier sollte möglichst an Halsband gewöhnt sein
Und der Tierarzt hat noch einen guten Tipp: „Weiterhin wäre aus meiner Sicht wichtig, dass die Katze bereits an ein normales Halsband gewöhnt ist. Andernfalls sollte der Besitzer erst einmal mit einem Halsband ohne Tracker arbeiten, um die Katze daran zu gewöhnen.“
Für die Aktion „Krasse Katzen“ bekommen die Teilnehmer die GPS-Tracker des Herstellers „Tractive“* kostenlos vom Märkischen Medienhaus gestellt.
Natürlich wurden die Geräte nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt und von Katzenbesitzern aus dem Medienhaus getestet. Einer dieser Tracker wiegt 25 Gramm – etwa so viel wie drei Zwei-Euro-Münzen – und hat eine Größe von 55 mal 28 Millimetern. Außerdem werden mit dem Tracker auch Halsbänder mit eben den empfohlenen Sollbruchstellen ausgeteilt, sodass die Katze auf ihren Streifzügen nicht durch den Tracker in Gefahr gerät.
Die Teilnehmer können alle Daten ihres Tieres über die App des Herstellers mitverfolgen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir gestaffelt auf MOZ.de in den nächsten Wochen und Monaten.
*Hier kann der GPS-Tracker erworben werden. Dieser Beitrag enthält einen Affiliate-Link. Sollten Sie über den Link einen Kauf abschließen, erhält MOZ.de eine kleine Provision. Die Berichterstattung ist nicht beeinflusst.



