Kommunalpolitik: Der neue Amtsdirektor im Schlaubetal Mario Quast unterstützt Windkraftgegner

Neuer Amtsdirektor im Schlaubetal und Gegner von Windrädern im Naturpark: Mario Quast
Stadtverwaltung Frankfurt (Oder)Patrick Grunow ist stellvertretender Amtsleiter und hat seit Anfang Februar sowohl das Bauamt als auch die gesamte Amtsverwaltung geleitet. Voraussichtlich noch bis Ende Juni — der gewählte neue Amtsdirektor Mario Quast will seinen Dienst am 1. Juli antreten — wird er die Verantwortung in der Amtsverwaltung Schlaubetal tragen.
Die Doppelbelastung für Patrick Grunow sei eine besonders schwere gewesen, betonte Wolfgang Beitsch, Vorsitzender des Amtsausschusses. Und das lag an der offenbar doch nicht ganz so guten Arbeit des bisherigen Amtsdirektors Matthias Vogel. „Wir haben im Februar gemerkt, dass in der Verwaltung doch vieles im Argen liegt“, berichtete Wolfgang Beitsch in der öffentlichen Sitzung, „das hätte sich im Amtsausschuss wirklich niemand vorstellen können.“ Es sei nicht seine Sache, im Nachhinein „dreckige Wäsche“ zu waschen, betonte der Ausschussvorsitzende, aber: „Es hieß ja von Herrn Vogel immer: ,Ja, das läuft alles.‘ Aber als wir dann mal genauer nachgeschaut haben, vor allem bei verschiedenen Fördermittelanträgen und anderen Sachen, da gab es dann doch große Defizite, die deutlich geworden sind.“
Wie berichtet, hat der Amtsausschuss am Dienstagabend mit einer deutlichen Mehrheit von 13 zu einer Stimme den Frankfurter Wirtschaftsfachmann Mario Quast zum neuen Amtsdirektor gewählt. „Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit und wünsche Ihnen für Ihre Arbeit alles Gute“, beglückwünschte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Beitsch den neuen Schlaubetaler Verwaltungschef.
Mario Quast, der derzeit noch als Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung in der Frankfurter Stadtverwaltung arbeitet, bedankte sich beim Amtsausschuss „für das eindeutige Votum“ und das damit ausgesprochene Vertrauen und erklärte ebenfalls, sich auf eine gute Zusammenarbeit zu freuen.
In der Vorstellungsrunde vor der Wahl hatte der Amtsausschuss den anwesenden Bürgern die Möglichkeit gegeben, den beiden verbliebenen Bewerbern — neben Mario Quast war das der Neuzeller Hauptamtsleiter Lars Grunow — Fragen zu stellen.
Mario Quast wurde unter anderem gefragt, was er über die Problematik geplanter Windpark im Schlaubetal denke. „Wir waren am vergangenen Wochenende mit der Familie mit Fahrrädern hier im Amt unterwegs“, erzählte er. „Der überall sichtbare breite Widerstand der Bevölkerung gegen den Bau eines Windparks, mit Plakaten und anderen Dingen, hat mich bewegt. Dass ganze Landschaften von Windrädern zugestellt sind, kennt man ja aus der Uckermark. Ganz klar: Es ist nicht zu akzeptieren, dass in einem so schönen Naturpark ein Windpark gebaut werden soll, während gleichzeitig in anderen Regionen Brandenburgs große Industriebrachen einfach leerstehen.“
Als größte Herausforderung der nächsten Monate bezeichnete Mario Quast die Bewältigung der Folgen der Covid–19–Krise.
