Kommunalwahl
: Ohne Gegner auf dem Wahlschein

Zum nunmehr dritten Mal möchte Dietmar Baesler Bürgermeister der Großgemeinde Neuzelle werden.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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Amtsinhaber: Dietmar Baesler, der Gemeindebürgermeister

privat

Noch 13 Tage, dann sind Kommunalwahlen. Neben den Gemeindevertretern und den Ortsbeiräten werden auch die Bürgermeister der Gemeinden gewählt. Im Falle von Neuzelle sind es drei. Während es in Neißemünde und Lawitz mehrere Kandidaten für dieses Ehrenamt gibt, tritt für die Gemeinde Neuzelle nur einer an, und zwar der jetzige Amtsinhaber Dietmar Baesler (FDP). „Ich habe mir immer gewünscht, dass sich noch jemand zur Wahl stellt, weil es dann erst eine richtige Wahl ist“, erklärt der 62-Jährige, der sich bei vorherigen Wahlen stets gegen Mitbewerber durchgesetzt hatte.

Die MOZ stellt in den verbleibenden Tagen alle Gemeindebürgermeister-Kandidaten genauer vor. Los geht es mit Dietmar Baesler, der sich für die mit 4293 Einwohnern größte der drei Gemeinden engagieren möchte, und zwar zum drittem Mal als Gemeindebürgermeister. Zehn Jahre ist er das nun schon, 15 Jahre ist er zudem Ortsvorsteher von Neuzelle. Doch mit dieser Doppelfunktion soll Schluss sein. „Das hat mich geprägt“, betont Baesler. Und es sei auch an die Substanz gegangen, vor allem, weil diese Doppelfunktion Konflikte berge. Schließlich müsse man als Gemeindebürgermeister für alle Orte da sein, als Ortsvorsteher aber vor allem für seinen Ort kämpfen. Beim künftigen Ortsvorsteher von Neuzelle muss man sich also bald an einen anderen Namen gewöhnen.

Doch warum möchte Dietmar Baesler Gemeindebürgermeister sein? „Ich habe in dieser Funktion schon sehr viele Erfahrungen sammeln können und möchte in der Großgemeinde weiterhin als Ansprechpartner da sein – egal, ob für Jung oder Alt. Außerdem möchte ich Dinge weiter entwickeln“, antwortet er und fügt auch gleich hinzu, was er für die Gemeinde erreichen möchte: „Ich habe Visionen, wo sich Neuzelle hin entwickeln kann – ob das nun Tourismus, Bildung oder die Wirtschaft betrifft.“ Er wolle vor allem auch kleine handwerkliche Betriebe unterstützen, sodass Arbeitsplätze erhalten bleiben. „Neuzelle soll familienfreundlich bleiben. Dafür muss auch die Infrastruktur da sein. Ich möchte beispielsweise nicht, dass Kindergärten zugemacht werden.“

Auf die Frage, wie er sich bereits für die Gemeinde eingebracht hat, sagt der gebürtige Müllroser, der seit Ende der 1970er in Neuzelle lebt und dort seit Jahren zweiter Geschäftsführer bei der Firma Kaufmann Erd- und Tiefbau ist, dass er beispielsweise dafür gesorgt habe, dass Wohnraum geschaffen wurde und wird. Das betrifft sowohl das einstige Landambulatorium, wo die Mietwohnungen bereits bezogen sind, als auch das Areal am Sportplatz, wo derzeit durch die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eine Anlage für altersgerechtes Wohnen entsteht. Außerdem habe er ein Wirtschaftsforum ins Leben gerufen.

Wer Fragen an Dietmar Baesler hat, der kann sich an das Amt wenden und um einen Termin bitten. „Ich versuche, das zeitnah zu ermöglichen“, versichert er.

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Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX