Krasse Katzen in Brandenburg: Kater Odin aus Bernau ist kilometerweit unterwegs

Kater Odin aus Bernau hat an der MOZ.de-Aktion „Krasse Katzen“ teilgenommen. Als Dankeschön gab es für ihn einen Knabbermix in seiner Lieblingssorte (Meerestiere) und für seine Besitzer Andreas und Agnieszka eine Tasse.
Conradin WalenciakEin Mensch macht durchschnittlich 5000 Schritte am Tag. Das entspricht ungefähr einer Strecke von vier Kilometern. Kater Odin, der bei Andreas und Agnieszka in der Waldsiedlung Bernau lebt, kann über solche Zahlen nur müde lächeln. Wenn er erstmal durch die Katzenklappe nach draußen gelangt ist, gibt es für ihn kein Halten mehr. Wohin es ihn verschlägt, wurde bei der MOZ.de-Aktion „Krasse Katzen“ herausgefunden.
Sieben Tage lang trug Odin einen GPS-Tracker um den Hals, mit dem seine Bewegungen aufgezeichnet und ausgewertet wurden. Dabei wurde der Frage nachgegangen, wie weit die Wege sind, die der kleine Vierbeiner macht und an welchen Orten er sich – abgesehen von seinem Zuhause – besonders wohlfühlt. Soviel vorweg: Der zweijährige Kater hat einen ausgeprägten Sinn für Entdeckungs- und Abenteuertouren.
Kater Odin aus Bernau läuft über zehn Kilometer am Tag
Laut GPS-Daten* läuft Odin – Rasse: Norwegische Waldkatze – durchschnittlich 10,6 Kilometer am Tag. An guten Tagen sind es sogar über zwölf Kilometer. Sein Besitzer Andreas zeigt sich über diesen Wert nicht besonders verwundert: „Ich hatte mir schon gedacht, dass Odin in etwa zehn Kilometer am Tag läuft. Wenn ich mit unserem Hund Gassi gehe, ist er auch immer gerne mit dabei.“
Wirklich weit weg von seinem vertrauten Zuhause bewegt sich Odin allerdings nicht. Im Grunde nutzt er in einem Radius von 450 Metern um die Wohnung von Andreas und Agnieszka herum. Schon andere Studien hatten ergeben, dass die Reviere von Katzen selten größer sind als dieser Wert. In diesem Gebiet gibt es für Odin aber jede Menge zu entdecken: Ruinen, ein Sportzentrum – wo er auch gerne mal quer über den Tennisplatz huscht –, Häuser der Brandenburgklinik und eine Schule.

Hier hält sich Odin besonders gerne auf: Andreas aus der Waldsiedlung Bernau vor einem Lieblingsort seines Katers – ein verfallenes Gebäude.
Conradin WalenciakStreicheln lässt sich die Norwegische Waldkatze nicht gerne
An all diesen Orten zeigt sich Odin mehr oder weniger regelmäßig. Normalerweise sind es aber eher Stippvisiten, wirklich lange hält er sich an diesen Punkten nicht auf. Diesen Eindruck hatten bisher auch seine Besitzer. „Unsere Nachbarn berichten uns, dass er immer mal wieder bei ihnen im Garten sitzt oder sie ihn auf den Wegen sehen. Sobald sie sich ihm jedoch nähern, läuft er weg. Anfassen oder streicheln lässt er sich von Fremden nicht so gerne“, erzählt Agnieszka.
Dazu kommt, dass der Kater überwiegend nachtaktiv ist. Tagsüber schläft er – gerne auch draußen, auf einem kleinen Hügel mitten in der Sonne –, die Runde in seinem Revier beginnt er meist nachmittags. Öffentliche Gebäude, wie die Schule in der Siedlung, haben dann schon geschlossen.

Spitzenwert am 16. Mai: An diesem Tag lief Kater Odin aus Bernau eine Strecke von 12,15 Kilometern. Insgesamt war der zweijährige Kater innerhalb von zehn Tagen – an sieben davon trug er den GPS-Tracker 24 Stunden – mehr als 80 Kilometer unterwegs.
Screenshot/Tractive GPSIn den Wäldern in der Waldsiedlung ist Odin selten zu finden
Überraschenderweise hält sich Odin – mit seltenen Ausnahmen – von den Wäldern in und um die Waldsiedlung fern – und das trotz seiner Rasse. Diese hat den Wald ja sogar im Namen. Den zweijährigen Kater scheint das aber nicht sonderlich zu kümmern. Er ist lieber entlang der angelegten Wege oder auf den Bürgersteigen unterwegs. Beruhigend zu wissen dürfte es für seine Besitzer sein, dass er um die größeren Straßen in der Umgebung jedoch einen Bogen macht. Insbesondere die viel befahrene B273 im Osten seines Zuhauses meidet er komplett. „Das freut uns natürlich, dass er da besonders vorsichtig ist“, so Andreas.
MOZ.de Aktion „Krasse Katzen“
Im Rahmen der Kampagne „Krasse Katzen“ wurden alle teilnehmenden Tiere mit Trackern der Marke Tractive* ausgerüstet. Bei der Auswahl der Tracker wie auch der Begleitung der Katzenbesitzer orientieren wir uns an Empfehlungen von Tierärzten und Experten. *Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Sollten Sie über den Link einen Kauf abschließen, erhält MOZ.de eine kleine Provision. Die Berichterstattung ist nicht beeinflusst.


