Lindenallee
: Interessenten für leerstehende Läden

Die Gebäudewirtschaft ist optimistisch, Mieter für Flächen in der Lindenallee zu finden
Von
Stefan Lötsch
Eisenhüttenstadt
Jetzt in der App anhören

Bald wieder vermietet: Noch steht das Ladengeschäft in der Lindenallee leer.

Stefan Lötsch

Zum einen handelt es sich um das Ladengeschäft zwischen dem Taback und Zeitungsladen sowie dem Buchhaus Jachning. Dort war zuletzt ein Kosmetik–Salon untergebracht. „Wir sind guter Dinge, dass wir die Fläche dieses Jahr vermietet bekommen“, sagt Funke. Der Interessent möchte allerdings noch nicht genannt werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist erst vor kurzem eine relativ große Fläche frei geworden, 200 Quadratmeter, auf denen das Haushaltswarengeschäft Felscher jahrelang eingemietet war. Auch da zeigte sich Oliver Funke zuversichtlich: „Das ist ein relativ großer Laden. Wir sind in Verhandlungen. Es sieht gut aus, dass wir bis Ende des Jahres eine Lösung finden.“ Auch für die dritte leerstehende Ladenfläche, die sich einige Meter weiter in Richtung Rathaus befindet, wo zuletzt Kindermoden angeboten wurden, gebe es Gespräche, so Funke. Allerdings könne da noch kein zeitlicher Horizont genannt werden, wann und ob es zu einem Mietvertrag kommt.

Lebendiges Gewerbe bevorzugt

Ziel sei es nicht unbedingt, wieder das gleiche Sortiment wie bisher in die Läden zu bekommen. „Wir sind da pragmatisch unterwegs. Wir suchen allerdings ein lebendiges Gewerbe, also keine Büros“, erklärte Funke. Aber selbst für eine Einkaufsstraße wie die Lindenallee ist die Mieterakquise nicht leicht: „Es ist schwer“, schätzt der Geschäftsführer ein.

Die Gebäudewirtschaft vermietet in der Lindenallee die Gewerbeeinheiten über denen sich Wohnungen befinden. Der zweite große Vermieter ist Claus Tuchen, dem das Büro– und Geschäftshaus in der Lindenallee 34 bis 28 gehört. „Meine Geschäfte sind alle vermietet“, sagte Tuchen, stimmte aber Oliver Funke zu: „Es ist trotzdem schwer, jemanden zu finden.“ Das hänge unter anderem mit der Entwicklung von Eisenhüttenstadt zusammen. „Wenige junge Leute haben den Mut sich selbständig zu machen.“ Und wenn sie den Mut hätten, so die Erfahrung von Claus Tuchen, dann spielt nicht immer die Bank mit. Die seien nicht bereit Kredite an junge Leute zu vergeben.

Claus Tuchen regte derweil an, dass sich die Stadt flexibler zeigen soll, um den Händlern entgegenzukommen. Konkret geht es darum, ob Geschäfte auf dem Gehweg Stühle und Tische stellen können, bis zu einen Meter sei das kostenfrei. Das sei in anderen Städten nicht so. „Warum geht das nicht hier?“, fragte er. Martina Harz, Sachgebietsleiterin Bürgerservice, versprach, den Vorschlag zu prüfen.