Bishops Green – dieser Name ist in der Street-Punk-Szene ein echter Hit. Die kanadische Band ist aktuell auf ihrer Europa-Tournee. Und zwischen ihren Gigs in Frankreich, der Schweiz und Deutschland hat sie ziemlich spontan einen Zwischenstopp in Brandenburg gemacht, und zwar in Eisenhüttenstadt. Im Club Steelbruch haben die Street-Punker am Dienstagabend ein Konzert gegeben. Der Termin war erst seit wenigen Tagen fix. Und Thomas Zimmermann von Steelbruch war wenige Stunden zuvor zwar professionell gefasst und ganz fokussiert auf die letzten Vorbereitungen, aber im Inneren hat die Freude auf das Konzert geradezu geschrien.

Netzwerk in der alternativen Szene

Dass das Konzert zustande gekommen ist, ist dem Netzwerk zu verdanken, das Zimmermann und seine Frau Maria sich mit ihrem Plattenlabel Steeltown Records aufgebaut haben. Da sei man viel unterwegs, lerne viele Bands kennen und die wiederum lernen, den Club Steelbruch in Eisenhüttenstadt zu schätzen.
Seit Jahren schon treten in dem Club des gleichnamigen Vereins an der Werkstraße, die zu ArcelorMittal führt, national und international erfolgreiche Bands der alternativen Szene auf. Viele kommen immer wieder, sie schätzen die Atmosphäre und sie schätzen vor allem Thomas Zimmermann und dessen Team. „Wenn man aktiv ist, dann klappt so etwas auch“, sagt der Macher vom Steelbruch mit Blick auf die kanadischen Street-Punk-Größen. Die anderen Konzerte in Europa sind bereits so gut wie ausverkauft. Wer also Lust hatte, für den bot der Club in Eisenhüttenstadt eine echte Chance, Bishops Green mal live zu erleben.

Biertoifel aus Senftenberg dabei

Aber nicht nur Bishops Green, sondern auch zwei weitere Bands sorgten dort mitten in der Woche für Stimmung: Plizzken und Biertoifel. Mit Biertoifel aus Senftenberg war somit auch eine Brandenburger Punkgröße im Steelbruch dabei. „Das haben wir inzwischen gelernt, dass man immer auch eine Band aus der Region dabei haben sollte.“
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„Für einen Imbiss bei uns ist auf jeden Fall gesorgt“, versichert Thomas Zimmermann mit Blick auf die Veranstaltungen im Steelbruch. Man habe einen extra Caterer aus Wiesenau, der sowohl die Besucher als auch Bands versorgt. Hungern muss also niemand.
So ein Konzert kurzfristig auf die Beine zu stellen, das hat das Steelbruch mittlerweile gelernt. Technik, Ton – all das liegt in bewährten und erfahrenen Händen, ehrenamtlich wohlgemerkt. Und Zimmermann selbst besorgt den Musikern auf Wunsch auch Betten für die Nacht. In diesem Falle hat es in einem Hotel in Eisenhüttenstadt geklappt.

Festival und Brückenbauer

„Solche Konzerte sind wie ein Ritterschlag und sorgen für Motivation im Team“, weiß der Steelbruch-Mitbegründer. Natürlich hat die Corona-Pandemie auch in diesem Club für eine lange Zwangspause gesorgt. „Wenn wir nicht so eine tolle Community und Leute wie Christiane Barcikowski hätten, dann wären wir wahrscheinlich weg vom Fenster“, betont Zimmermann. Aber man habe die Corona-Pause auch genutzt, um auf einer anderen Baustelle aufzuräumen. Wichtige und die weitere Club-Genehmigung unerlässliche Umbauarbeiten, die nur aufgrund von Fördermitteln möglich gewesen waren, wurden durchgeführt, sodass der Steelbruch sicherer in die Zukunft blicken kann.
Und dass man in die Zukunft blickt, zeigt sich auch daran, dass der Verein für subkulturelle und künstlerische Begegnung sich beim Zukunftszentrum Frankfurt (Oder) als Brückenbauer einbringen wird. Gespräche dazu hat es schon gegeben.
Was sind weitere musikalische Steelbruch-Highlights im Jahr? Vom 4. bis 7. August steht das Subculture Holiday Festival auf dem Programm, am 30. August sind die Moscow Death Brigade und Blutgruppe 1220 im Steelbruch zu erleben.