MOZ-Interview
: Musikalisches Highlight auf den Straßen Einsehüttenstadts

Erstmals soll Straßenmusik an diesem Sonnabend Besucher in die Lindenallee in Eisenhüttenstadt locken.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
Jetzt in der App anhören

Liebt Straßenmusik: Patrick Werner, der Gitarrist von Querbeet 1220, ist dabei.

promo

Eine echte Premiere gibt es an diesem Sonnabend in der Lindenallee in Eisenhüttenstadt. Erstmals ist dort ab 10 Uhr Straßenmusik zu hören. Verschiedene Bands und Musiker sind vor Ort.unterhielt sich vorab mit Patrick Werner – genannt Pat –, dem Gitarristen von Querbeet.

Pat, was genau passiert an diesem Sonnabend in der Lindenallee?

Es sind verschiedene Bands da, die abwechselnd etwas aus ihrem Repertoire spielen. Wer will, kann sich aber auch etwas wünschen und schauen, ob der spezielle Titel machbar ist. Denn das Instrumentarium ist doch sehr reduziert. Hauptsächlich werden Gitarren und Akustikinstrumente erklingen. Richtige Straßenmusik eben, und zwar von 10 bis 16 Uhr.

Wie ist es zu dieser Idee gekommen?

Wir, also meine Band Querbeet 1220, waren Coach einer Finalistenband beim Axel-Titzki-Förderpreis. Für die jungen Musiker sollte es eigentlich nach Prag gehen, wo wir schon seit Jahren Straßenmusik machen. Aber das hat terminlich in diesem Jahr nicht geklappt. Und da wir es nicht auf die lange Bank schieben wollten, haben wir gedacht: Warum können wir so etwas nicht in Eisenhüttenstadt machen? Also sind wir an die Axel-Titzki-Stiftung herangetreten. Und siehe da, es hat geklappt.

So einfach?

Wir haben geschaut, welche Bands wir gewinnen könnten, haben sie angeschrieben, denn es soll ja ein bunter Mix aus Musik werden. Wer Lust hat, der spielt zwei, drei Titel, dann wird gewechselt. Aber man kann sich ja nicht einfach in die Lindenallee stellen und loslegen. Das musste alles geprüft werden. So etwas hat es ja in Hütte noch nicht gegeben. Dann haben wir nach dem richtigen Platz gesucht, da hat uns Herr Funke (Anm. der Red.: Geschäftsführer der kommunalen Gebäudewirtschaft) dankenswerterweise Ladenflächen angeboten, die in Frage kämen. So sind wir letztlich dort gelandet, wo früher Felscher war.

Die Veranstaltung ist ja als Open Stage, also offene Bühne, angelegt. Jeder, der möchte, kann dort auch musizieren, richtig?

Absolut. Kein Thema.

Soll die Straßenmusik zur Tradition werden?

Warum nicht, wenn es gut läuft. Wir hatten schon jetzt wahnsinnig viel positives Feedback. Das ist ja auch ein Beitrag zur Innenstadt-Belebung. Gleichzeitig wirbt die Axel-Titzki-Stiftung für den Förderpreis. Denn da ist gerade die zweite Bewerbungsphase losgegangen.