Müll: „Dreckecken gibt es überall“

Hauptsache weg: Anstatt den Müll ordentlich zu entsorgen, landet er am Wegesrand – wie hier zwischen Robert-Koch-Straße und Friedrich-Engels-Straße.
Janet NeiserWer in Eisenhüttenstadt häufiger spazieren geht, dem wird nicht immer gefallen, was er dabei entdeckt. Hundekot, aber auch Müll liegt hier und da auf Grünflächen, Wegen oder in Sträuchern herum. Wie sauber schätzen Bewohner ihre Stadt ein?
„Ich finde, es ist durchaus sauber in Eisenhüttenstadt“, sagt eine ältere Dame in der Fritz–Heckert–Straße, die fast täglich mit ihrem Rollator unterwegs ist. Seinen Namen will bei der Umfrage am Dienstag übrigens niemand nennen. Aber auskunftsfreudig sind die meisten. So wie eine Frau, die im Bereich der Saarlouiser Straße ein Statement abgibt. „Generell ist es sauber. Aber im Winter geht man ja auch nicht so oft spazieren“, gibt sie zu. „Bei uns in der Ecke, also in dem Bereich Beeskower Straße und Lindenallee, ist alles okay, da kann ich nicht klagen.“
Ähnlich klingt das bei einer weiteren Passantin. Auf die Frage, ob sie ihre Stadt für sauber hält, sagt sie: „Sauber? Sagen wir mal so: Meistens ist es der Hundekot, der stört. Es liegen wirklich viele Tretminen herum.“ Dabei gebe es ja sogar Tütenboxen. Aber da sei die Stadt wohl machtlos, zeigt sie sich etwas resigniert. „Das liegt an den Hundebesitzern.“
Kurz darauf läuft ein Mann mit Dalmatiner vorbei. Auch er sagt: „Mich stört vor allem der Hundekot.“ Er habe immer einer Tüte dabei, versichert er und zieht als Beweis eine aus seiner Hosentasche. „Da muss man doch mal was machen“, findet er und sagt zur generellen Sauberkeit: „Dreckecken gibt es überall.“ Dabei braucht er bloß einen Blick an den Rand des Verbindungsweges zwischen Friedrich–Engels–Straße und Robert–Koch–Straße werfen. Dort liegen auf wenigen Metern verteilt: etliche Taschentücher, Büchsen, kleine Schnapsflaschen, Getränkekartons, Becher, Alufolie, Handschuhe und jede Menge Zigarettenschachteln. Sauber sieht es hier nicht aus.
Das hat jüngst auch ein Bewohner auf der Hinweisplattform Maerker moniert. Er schrieb: „Anstatt täglich sinnlos Zigarettenkippen in der Lindenallee aufzusammeln, sollte endlich mal der seit Jahren verdreckte Verbindungsweg zwischen Friedrich–Engels–Straße und Robert–Koch–Straße gereinigt werden.“
Die Antwort der Stadtverwaltung folgte kurz darauf: „Die letzte Reinigung des Verbindungsweges zwischen der Friedrich–Engels–Straße und der Robert–Koch–Straße erfolgte am 21. November 2018. Derzeit wird jahreszeit– und witterungsbedingt nur der Winterdienst sichergestellt. Sobald es die Witterung zulässt — erfahrungsgemäß ab März/April — werden auf dem Verbindungsweg auch wieder zyklisch Reinigungsleistungen ausgeführt.“
Aber auch andernorts in Eisenhüttenstadt sieht es nicht immer einladend aus. „Vor allem der Bahnhof und dessen Umfeld sehe schlimm aus“, findet ein Herr, der am Dienstag in der Lindenallee unterwegs ist.
Wo lässt die Sauberkeit Ihrer Meinung nach zu wünschen übrig? Schreiben Sie uns an eisenhuettenstadt-red@moz.de
