Schüsse in Eisenhüttenstadt: Polizei-Einsatz mitten in der Nacht im Stadtzentrum

In Deutschland leben immer mehr Menschen, die einen kleinen Waffenschein beantragen und sich dann eine Waffen zulegen – hier ist eine Schreckschusswaffe zu sehen. In Eisenhüttenstadt wurde die Polizei ins Stadtzentrum gerufen, weil Schüsse fielen.
Uli Deck/dpaMitten in der Nacht sind in Eisenhüttenstadt Schüsse durch die Stille gepeitscht. Nach Angaben der Polizei hatten Zeugen beobachtet, wie eine männliche Person in der Lindenallee mit einer Schusswaffe hantierte und in die Luft schoss. Der Vorfall hat sich bereits in der Nacht zum 13. April ereignet, und zwar gegen 1.30 Uhr.
Die Polizei informierte darüber, dass ein 31-jähriger Deutscher durch eingesetzte Polizeikräfte festgestellt werden konnte. Bei der von ihm mitgeführten Waffe hat es sich demnach um eine Schreckschusswaffe gehandelt. Diese und ein Rest an unverbrauchter Munition wurden sichergestellt. Den Beschuldigten erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Um Schreckschusswaffen zu besitzen oder aber zu kaufen muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Im Internet werden etliche Modelle bereits für 100 bis 150 Euro angeboten. Wer eine solche Waffe im öffentlichen Raum mitführen möchte, braucht aber einen Kleinen Waffenschein. Doch selbst mit diesem Waffenschein ist das Schießen in der Öffentlichkeit generell verboten.
Schüsse in Eisenhüttenstadt: Schreckschusswaffen sind gefährlich
Nach Angaben von Experten sind Schreckschusswaffen durchaus gefährlich und können zu schweren, sogar tödlichen Verletzungen führen – wenn sie aus kurzer Distanz auf Personen gerichtet werden. Obwohl diese Waffen keine Kugeln verschießen können, tritt bei einem Schuss extrem heißes Gas mit hohem Druck aus der Mündung.
Der Gewerkschaft der Polizei zufolge haben immer mehr Menschen in den vergangenen Jahren Kleine Waffenscheine beantragt, die ihnen das Mitführen einer Schreckschuss-, Signal- oder Reizgaswaffe zur Abschreckung und Selbstverteidigung erlauben. In Deutschland werde ihre Anzahl auf mindestens 15 Millionen geschätzt.

