Wer in Eisenhüttenstadt den Jahreswechsel außerhalb seines privaten Umfeldes verbringen möchte, der hat nicht mehr allzu viel Auswahl. Denn sowohl in der Eisenhüttenstädter Inselhalle als auch in der Blauen Halle in der Neuen Oderhalle herrscht in den großen Räumlichkeiten diesbezüglich Fehlanzeige.
„Wir machen die Silvester-Party in der Inselhalle seit mehreren Jahren nicht mehr“, erklärt der Eisenhüttenstädter Gastronom und Konzertveranstalter Stefan Reschke.

Viele halten ihr Geld zusammen

„Viele Leute haben Angst, zu viel Geld auszugeben. Dazu ist derzeit das Personal knapp und wir müssen mit höheren Kosten zurechtkommen. Erst Corona, dann die Zukunftsängste der Bürger, jeder muss zusehen, wie er zurechtkommt. Wenn es schon zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht mal in Berlin eine Fanmeile gibt und das Public Viewing hier keine Rolle gespielt hat, ist es schon ein Ausdruck für das nachgelassene Interesse an solchen Veranstaltungen“, weist Stefan Reschke auf ein allgemeines Problem hin.
Nicht klagen kann hingegen seine Schwester Manja Reschke mit ihrem Landhaushotel „Prinz Albrecht“ in der Frankfurter Straße in Neuzelle. „Wir sind völlig ausverkauft. Die meisten bestellen gleich nach der Silvesterfeier fürs nächste Jahr. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, es spielt wie in den Jahren zuvor die Live-Band Night & Day“, heißt es von dort.

Das Luong House ist voll

Voll ist der Saal zu Silvester auch im Luong House 37, also ehemals Schleicher, in der Wilhelmstraße im Eisenhüttenstädter Ortsteil Fürstenberg. Die Party beginnt um 19 Uhr, das Buffet wird um 20 Uhr eröffnet, um Mitternacht ist ein Feuerwerk angesagt. Doch Kurzentschlossene haben dafür keine Chance mehr.
„Wir haben Bekannte und einige Familien eingeladen. In diesem Jahr ist es erst einmal als kleine Silvester-Party geplant, eher als Dankeschön-Veranstaltung“, sagt An Luong, einer der fünf mithelfenden Kinder des Betreiber-Ehepaares Quoe Binh Luong und Thi Quynh Hong Le.
„In den vergangenen beiden Jahren war hier nichts, nun müssen wir sehen, wie es läuft. Wir wollen auch erst einmal lernen, wie die Leute hier zu Silvester feiern“, fügt An Luong hinzu.

Im Eastside gibt es noch Plätze

Noch nicht ausgebucht für Silvester ist das Eastside an der Lindenallee in Eisenhüttenstadt. „15 der 60 Sitzplätze sind vergeben“, sagt Inhaber Petrit Ferati. Die Feier beginnt mit einem Sektempfang um 20 Uhr und dauert etwa bis 3, 4 Uhr. Als Imbiss wird in dieser Cocktail-Bar Fingerfood angeboten. Dazu gibt es Musik, vom Hip-Hop über Oldies bis hin zum Schlager. Karten sind noch am Silvestertag beziehungsweise an der Abendkasse erhältlich.
Während den hiesigen Restaurants es vor allem an Personal für eine zünftige Silvester-Party mangelt, kündigt das Roxx in der Lindenallee sowohl für den 30. Dezember ab 23 Uhr als auch für das Neujahr ab 0.30 Uhr eine große Party an. Laut Mitarbeiterin Nancy Hölzel wird mit mehreren hundert Gästen gerechnet. Für den 30. Dezember ist der Eintritt frei, angesagt haben sich die DJs Heiko Tänzer und Steel-Tech. Einlass für die etwa bis 5.30 Uhr gehende Veranstaltung ist ab 16 Jahre. Traditionell beginnt dort die Silvester-Party, wenn das neue Jahr bereits 30 Minuten angelaufen ist. Hierfür ist ein Eintritt von acht Euro zu entrichten.
Auch im Irish Pub an der Werkstraße steigt die Party erst im neuen Jahr, Frühschoppen von 6 bis 14 Uhr ist angesagt.