Den Organisatoren des Neuzeller Run & Bike ist mit der 19. Auflage des Oder-Neiße-Silvesterlaufes am Silvestertag in Ratzdorf nach dreijähriger Pause ein eindrucksvolles Comeback gelungen. Nachdem sich bei der vorangegangenen Auflage – wegen Corona und der Afrikanischen Schweinepest war diese Veranstaltung zweimal in Folge ausgefallen – 257 Starter in die Teilnehmerliste eingetragen hatten, bewegte sich die Resonanz dieses Mal in einem ähnlichen Rahmen.
Zwar hatten sich dieses Mal im Vergleich zur Rekordbeteiligung vor drei Jahren „nur“ 195 Starter eingetragen, doch deren Zahl dürfte sich in ähnlichen Regionen bewegen wie 2019.

Etwa 250 Starter

Dieser Ansicht ist zumindest der stellvertretende Vorsitzende des organisierenden Vereins Run & Bike Neuzelle, Lutz Köhler. „Einige dürften die ausliegenden Listen übersehen haben, ich schätze, es sind 250. Unser Konzept ist aufgegangen, der Lauf wird angenommen.“
Dieses Mal war eine Eintragung in die Startliste nicht zwingend notwendig, da keine Wertung erfolgte und es daher auch keine Startnummern gab. „Das war dieses Mal so richtig entspannt. So soll es sein. Das nächste Mal machen wir es wieder so“, bekräftigt Organisationsleiter Lutz Köhler.

Temperaturen um die 15 Grad Celsius

Mit Temperaturen um die 15 Grad Celsius und lediglich tröpfchenweise einsetzenden Niederschlag hatten die Läufer und Walker für diese Jahreszeit ungewohnt gute äußere Bedingungen vorgefunden. Freilich blies auf dem 2,4-Kilometer-Rundkurs, der ein- beziehungsweise zweimal bewältigt wurde, der Wind besonders am Oderdamm recht kräftig, doch das war leicht zu verschmerzen.
Jeder Starter erhält beim 19. Oder-Neiße-Silvesterlauf im Ziel eine Teilnehmerurkunde.
Jeder Starter erhält beim 19. Oder-Neiße-Silvesterlauf im Ziel eine Teilnehmerurkunde.
© Foto: Hagen Bernard
Zumal ja niemand auf die Jagd nach einem Streckenrekord gehen musste, den vor drei Jahren der 31-jährige Eisenhüttenstädter Felix Ledwig über 4,8 Kilometer aufgestellt hatte.

Sebastian Stähr über 4,8 Kilometer vorn

Dieses Mal fehlte der oftmalige Silvesterlauf-Sieger. Dafür war seine Mutter Beate zur Stelle, vor drei Jahren beste Frau über die zwei Runden. Die ließ es jedoch dieses Mal zusammen mit ihrer Tochter Marie Luise (16), vor drei Jahren beste weibliche Starterin über 2,4 Kilometer, etwas lockerer angehen. Dennoch bewegten sich beide dabei im ersten Viertel des letztlich sehr langgezogenen Feldes, Marie Luise war über 2,4 Kilometer erneut ganz vorn.
Schnellster über die 4,8 Kilometer war Sebastian Stähr. Der 20-jährige Eisenhüttenstädter studiert Verfahrenstechnik und ist sportlich vor allem beim Klettern und im Fitness-Studio unterwegs.

Neujahrslauf auf der Insel ab 11 Uhr

Er wie auch alle anderen Ankommenden im Ziel neben dem Feuerwehrhaus erhielten eine ansprechend gestaltete Teilnehmer-Urkunde im A4-Format. Zusätzlich lagen im Ziel einige kleine Aufmerksamkeiten wie Schirmmützen und Taschenlampen aus, wo sich jeder nach Bedarf bedienen durfte. Traditionell guten Zuspruch fand der ebenfalls kostenlose Imbiss mit Tee, Pfannkuchen, Glühwein, Kaffee, Bockwurst, Brötchen und Wiener. Theoretisch konnte so jeder nach dem anstrengenden Part recht satt die in wenigen Stunden anstehende Silvesterfeier angehen, um dann ausgeruht den 1. Neujahrslauf des 1. Radsport- und Laufvereins Eisenhüttenstadt 02 anzugehen.
Sogar mit Babyjogger sind einige Läufer unterwegs.
Sogar mit Babyjogger sind einige Läufer unterwegs.
© Foto: Hagen Bernard
Der wird am 1. Januar um 11 Uhr neben der Inselgaststätte in Eisenhüttenstadt gestartet. Für Läufer und Walker werden Distanzen über zwei sowie vier und sechs Kilometer angeboten. Es gibt Finisher-Urkunden und Erinnerungsmedaillen. Neben Tee stellt der Verein 50 Pfannkuchen zur Verfügung.