Skilift in Eisenhüttenstadt
: Snowboard- und Skifahrer erwartet besonderes Angebot

In Eisenhüttenstadt läuft der Skilift. Der betreibende Mountainbike- und Skisportverein Diehloer Berge organisiert Ski- und Snowboard-Verleih sowie Catering.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Wird am 10. Januar 2026 wieder in Betrieb sein: der Skilift auf dem Vereinsgelände des MSV Diehloer Berge. Die parallel zu ihm entlang laufende Skipiste ist 230 Meter lang.

Wird bald wieder in Betrieb sein: der Skilift auf dem Vereinsgelände des MSV Diehloer Berge in EIsenhüttenstadt (hier im Februar 2025). Die parallel zu ihm entlang laufende Skipiste ist 230 Meter lang.

Margitta Beige
  • Skilift in Eisenhüttenstadt läuft am 10. Januar 2026 von 11 bis 16 Uhr – Preise: 5 Euro halbtags, 10 Euro ganztags.
  • Skipiste ist 230 Meter lang; Rodelbahn separat, um Piste für Ski- und Snowboard-Fahrer zu schonen.
  • Ski- und Snowboard-Verleih über „Sporteck Henners“ in Fürstenberg – Kosten: 56 Euro für zwei Tage.
  • Keine Skisprung-Events geplant, Schanze bleibt Vereins-Wahrzeichen; letzte Nutzung 2010.
  • Wintersport-Tradition seit 1962; Lift auch für Radsportler nutzbar, Schneelanzen aus Kostengründen abgeschafft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Eisenhüttenstadt wird nach den jüngsten Schneefällen der Skilift am Sonnabend (10. Januar 2026) von 11 bis 16 Uhr laufen. Der knapp 70 Mitglieder zählende Mountainbike- und Skisportverein Diehloer Berge betreibt diesen 8000 Quadratmeter großen Naturhang, auf dem in der schneefreien Zeit in erster Linie radsportliche Wettkämpfe stattfinden.

Wie im Vorjahr sind für die Nutzung des östlichsten Liftes in Deutschland für den halben Tag fünf Euro zu bezahlen, ein ganzer Tag würde zehn Euro kosten. Die Skipiste neben dem Lift ist 230 Meter lang.

Laut dem Vereinsvorsitzenden Jens Beige wird dieses Mal neben dem Catering mit Glühwein, Tee und Bockwurst ein zusätzlicher Service angeboten. Interessenten können sich für diesen Tag beim „Sporteck Henners“ in der Königstraße 1 im Eisenhüttenstädter Ortsteil Fürstenberg Ski und die dazu passenden Schuhe ausleihen. Das gilt auch für Snowboard.

Skilift Eisenhüttenstadt: Skiverleih, Preise und Angebot

Der Skiverleih ist laut Jens Beige nur in dem Sportgeschäft möglich, da der Ski speziell eingestellt werden muss. Es ist unter Telefon 03364 2514 beziehungsweise per Mail unter sporteck.ehst@gmx.de erreichbar.

Laut Mitinhaberin Petra Henners ist eine Ausleihe nur für zwei Tage möglich. Die Leihe sowohl für Ski als auch für Snowboard kostet 56 Euro. Die Interessenten können sich die Sachen bereits am Freitag bis 17.30 Uhr abholen, der Preis ist dann derselbe wie einen Tag später. Am Sonnabend ist das Sporteck von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Das Ausgeliehene müsste dann am Montag zurückgegeben werden.

Hinweise für Skifahrer

Die Skipiste und der Lift werden am Freitag ab 14 Uhr vorbereitet. Der Vereinsvorsitzende bittet darum, nicht schon in den Tagen vorher auf der Lifttrasse herumzutrampeln. Ebenfalls werden die Schlittenfahrer gebeten, möglichst den für das Rodeln vorgesehenen Hang rechts vom Skihang zu benutzen, da ansonsten die Piste schnell für die Ski- und Snowboard-Fahrer unbrauchbar würde. Durch das ständige Abstoppen und wieder Losfahren der Rodler würde die Schneedecke aufreißen. Die Rodelbahn ist 75 Meter lang.

Ob der Lift auch am Sonntag in Betrieb geht, wird laut dem Vereinsvorsitzenden Jens Beige am Sonnabend entscheiden. Die Informationen dazu können dann im Internet auf der Vereinsseite entnommen werden.

Kein Skispringen, aber Pläne für die Zukunft

„Wir sind ein Verein und kein professioneller Betreiber. Wir wissen noch nicht, ob wir am Sonntag dafür genügend Leute haben. Unsere Wintersportler sind größtenteils 70 Jahre und älter, die können am Lift nicht mehr stundenlang stehen“, erklärt Jens Beige. Natürlich helfen auch Radsportler.

Aus personellen Gründen wird es trotz des vielen Schnee vorerst auch kein Skispringen geben. Zuletzt hatte es eines im Rahmen des Skifestes 2010 gegeben. Damals hatte der Bad Freienwalder Tobias Ostermann den Schanzenrekord von 30,5 Metern aufgestellt. „Die Schanze mit dem Auslauf ist restauriert, doch für ein Springen müsste sie zusammen mit dem Anlauf präpariert werden. Das ist sehr arbeitsaufwendig. Außerdem haben wir keine Skispringer mehr, die Athleten würden dann vorrangig aus Bad Freienwalde kommen“, informiert Jens Beige.

Historie und Entwicklung des Skigebiets in Eisenhüttenstadt

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Die Schanze soll das Wahrzeichen des Vereins bleiben. Wir werden uns weiterhin um ihren Erhalt kümmern“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Nach der Auflösung des Fürstenberger SV hatten Eisenhüttenstädter Mountainbike-Fahrer das ehemalige Wintersportzentrum übernommen. Eigentümer ist die Kommune. Die Sportler hatten im November 2013 den Mountainbike- und Skisport-Verein gegründet und die Fläche auch für radsportliche Wettbewerbe umgestaltet. So wurde der Schanzenturm mit einer Startvorrichtung für Fourcross-Wettbewerbe versehen. Den zum Multifunktionslift umgestalteten Aufzug können sowohl Radsportler als auch Skisportler nutzen.

Engagement für Besucher und Anlage

Wintersport hat in Eisenhüttenstadt eine lange Tradition. Seit 1962 gibt es dort einen Sprungtisch, seit 1979 einen Skilift. Die im Jahr 2000 angeschafften Schneelanzen für Kunstschnee sind allerdings aus Kostengründen für Strom und Wasser mittlerweile verschrottet. Hingegen bleibt das dort bereits mehrfach beschädigte Fernrohr den Besuchern vorerst erhalten.

„Mit Unterstützung der Stadt ist es für 500 Euro erneut repariert worden. Für mich ist es jetzt das letzte Mal. Wir werden es im Frühjahr wieder aufstellen“, sagt Jens Beige. Insgesamt jedoch lobt der Vereinsvorsitzende die Besucher, die zuletzt weitestgehend die Anlage sauber zurückgelassen haben.