Stadtfest Eisenhüttenstadt 2024
: Hitze-Schlacht bei praller Sonne – hier gibt es Schatten

Für manchen ein Traum, für andere schier unerträglich. Die Sonne brennt am zweiten Tag beim Stadtfest Eisenhüttenstadt. Schattige Plätzchen muss man suchen.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Stadtfest 2024 = Tag 2

Hat es sich im Schatten gemütlich gemacht: Sven Dittrich, gebürtiger Eisenhüttenstädter, später Wahl-Schweizer und mittlerweile Wahl-Bayer. Für das Stadtfest Eisenhüttenstadt ist er etliche Kilometer gefahren.

Janet Neiser

„Lass uns in den Schatten gehen!“ Das hört man am laufenden Band beim Stadtfest Eisenhüttenstadt. Dort brennt die Sonne, was das Zeug hält. Kein Wölkchen ist am Himmel. Im Schatten sind bereits mehr als 30 Grad. „Ich gehe lieber wieder nach Hause“, sagt eine ältere Dame, die mit ihrem Rollator auf dem Stadtfest-Gelände unterwegs ist – und mit knallrotem Kopf. Andere seien wahrscheinlich erst gar nicht zum Stadtfest gekommen, sondern lieber an einen See gefahren, vermuten einige der Besucher, wenn man sie auf die noch sehr überschaubaren Straßen anspricht.

Andere stört die Sonne nicht: Sie lassen sich Kaffee und Kuchen vom Märkischen Medienhaus schmecken oder stehen geduldig am ehemaligen Hotel Lunik, wo es ebenfalls eine Kaffeetafel gibt.

Schatten in der Lindenallee?

Wir haben trotzdem mal geschaut, wo es auf dem Stadtfestareal Schatten gibt. In der Lindenallee muss man schon suchen. Mittlerweile findet man schattige Plätzen zwischen der Festmeile und den Läden im Bereich des großen Schachfeldes.

Stadtfest Eisenhüttenstadt - Impressionen

Sonnenplatz vor der Stahl-Hütte von ArcelorMittal. Die ist zum Glück klimatisiert.

Janet Neiser

Hier und da stehen auch Sonnenschirme – beispielsweise im Sandkasten des Kinderlandes. Das ist auch wichtig, ansonsten würden die jüngsten Besucher regelrecht unter der Sonne braten. Aber insgesamt wäre mehr Platz für Sonnenschirme gewesen.

Der wohl kühlste Platz in der Lindenallee ist die Stahl-Hütte von ArcelorMittal. Die ist klimatisiert.

Wie sieht es entlang der Beeskower Straße aus? Schlecht – zumindest, was Schatten angeht. Die Überdachungen von Imbissständen liefern hier und da Schutz. Dort aber ist oft die Hitze vom Grill zu spüren. Für die Mitwirkenden der Gala der Region sind die Auftritte auf der Hauptbühne fast schon eine Zumutung. Sonne satt gibt es dort.

Beeskower Straße und Werkstraße

Im Bereich der Wohnblocks ist es schattiger. Dort ist im Übrigen auch das Zelt der Sanitäter von Paramedics zu finden.

Ein echter Tipp aber ist der Bereich um den Denver-Brunnen. In dem herrscht zwar Ebbe. Aber die Kiefern drumherum bieten erfrischenden Schatten. Sven Dittrich hat es sich dort in einer mitgebrachten Hängematte bequem gemacht. Extra aus Bayern sei er zum Stadtfest gekommen, erzählt er. Warum? Weil er in Eisenhüttenstadt geboren und aufgewachsen ist. Um die Jahrtausendwende habe er die Stahlstadt der Arbeit wegen verlassen, erzählt er. In der Schweiz habe er ein paar Jahre gelebt. Mittlerweile sei er zurück in Deutschland, allerdings in Bayern.

Nicht weit von seiner Hängematte entfernt, befindet sich an der Werkstraße der Veranstaltungsbereich „Huckel“. Auch dort gibt es am frühen Nachmittag Schatten. Möglicherweise ist es dort deshalb so voll. Sogar getanzt wird – zu Countrymusik.

Trinken nicht vergessen

Was wichtig ist? Trinken. Wasser gibt es an den Ständen, genau wie Brause. Manch einer hat sich sogar an den extra für die Händler aufgebauten Wasserentnahmestellen bedient – um sich zu erfrischen.

Auch ein Eis kann sicherlich helfen, um zumindest innerlich abzukühlen – jedenfalls kurzzeitig.

Ein mitgebrachter Hut kann zudem helfen, um zumindest den Kopf vor der Sonne zu schützen. Alkohol hingegen ist keine so gute Idee. Der Körper kann diesen bei Hitze schwerer abbauen. Diese Erfahrung haben einige Besucher bereits am ersten Stadtfest-Abend gemacht.