Street Food Festival Eisenhüttenstadt
: Diese Spezialitäten sorgen für Andrang

Das Street Food Festival in Eisenhüttenstadt bietet auf dem Inselvorplatz Spezialitäten aus aller Welt. Was es zu essen gibt und was das kostet.
Von
Frank Groneberg
Eisenhüttenstadt
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Eisenhüttenstadt. Street Food Festival auf dem Inselvorplatz. Lukumades aus Griechenland. 27.03.2026 Foto: Frank Groneberg

Süße Leckereien aus Griechenland: Die Lukumades gibt es auf dem Street Food Festival in Eisenhüttenstadt traditionell mit Honig und Nüssen sowie in weiteren Variationen. Was wird sonst noch angeboten und wie sind die Preise?

Frank Groneberg
  • Street Food Festival auf dem Inselvorplatz: 30 Stände mit Speisen aus vielen Ländern.
  • Angebot reicht von Korea, Griechenland und Mexiko bis zu Belgien und Japan.
  • Publikumsmagnet sind Insekten-Snacks, zudem gibt es Känguru-Burger und Trüffel-Pommes.
  • Preise: z.B. Corn Dogs ab 8 Euro, Yakitori ab 7 Euro, Burger ab 10 Euro, Lukumades 7 Euro.
  • Öffnungszeiten: Sonnabend 11–22 Uhr – Sonntag 11–20 Uhr, Eintritt frei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie möchten mal wieder etwas anderes essen als Bockwurst oder Bratwurst? In Eisenhüttenstadt ist dafür an diesem Wochenende reichlich Gelegenheit. Auf dem Street Food Festival, das am Freitag (27. März) eröffnet worden ist, gibt es an 30 Foodtrucks und Verkaufsständen Köstlichkeiten aus (fast) aller Welt zu entdecken.

Und egal, ob es den Gästen nach Herzhaftem oder Süßem, Fleischhaltigem oder Veganem, Alkoholischem oder Fruchtig-Gesundem gelüstet – auf dem Inselvorplatz werden bis Sonntagabend so gut wie alle Vorlieben bedient. Die angebotenen Leckereien stammen aus Belgien und Frankreich, Japan und Korea, Griechenland und Indien, Ungarn und Italien, Deutschland und Mexiko.

Während die meisten Speisen bestimmten Regionen und Ländern zugeordnet werden können, gilt das für Insekten nicht. Frittierte Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken ziehen nach wie vor besonders viele Neugierige an. Und manch einer nimmt sogar weitere Fahrwege auf sich, um sie endlich mal probieren zu können.

Street Food Festival: Insekten als Highlight für neugierige Besucher

So wie Nelly Baganz, die am Freitag aus Seelow nach Eisenhüttenstadt gekommen ist – „extra, um hier Insekten zu essen“, wie sie versichert. 2023 habe sie beim Street Food Festival in Frankfurt (Oder) noch gezögert, „aber jetzt möchte ich das unbedingt mal probieren“, erzählt die junge Frau. Eine Portion Mehlwürmer und Grillen für 8 Euro hat sie vor sich zu stehen, dazu zum Dippen etwas Schokoladensoße.

Wie lecker sind die Tierchen? „Die Grillen schmecken nussig und sehr knusprig, so wie knusprige Hähnchenhaut.“ Und die Mehlwürmer? Die sind nur knusprig, haben ansonsten keinen Geschmack. Aber insgesamt seien die Insekten „wirklich gut“, sagt Nelly Baganz. Ihr Freund sieht ihr lächelnd zu. Selbst kosten möchte er lieber nicht.

Koreanisches beim Street Food Festival: Corn Dogs und Foodtrucks begeistern

Gleich mit drei Ständen ist die koreanische Küche auf dem Festival vertreten. Koreanische Corn Dogs ab 8 Euro, frittiertes Hähnchenfleisch in der Waffel für 12 Euro je Portion, Seetang-Reisrollen und Yakitori-Spieße ab 7 Euro, gefüllte Teigtaschen für 7,50 Euro, mit Fleisch gefüllte Wraps mit bis zu 30 Zentimeter Länge ab 10 Euro das Stück.

Eisenhüttenstadt. Street Food Festival auf dem Inselvorplatz. Vivi und Steffi essen koreanische Corn Dogs. 27.03.2026 Foto: Frank Groneberg

Herzhaftes aus Korea: Vivi und Steffi essen auf dem Street Food Festival koreanische Corn Dogs.

Frank Groneberg

Zwei junge Damen haben sich für den Corn Dog – eine Art Hot Dog am Stiel, im knusprigen Teigmantel – entschieden. „Das kannte ich noch nicht“, erzählt Vivi, deren Corn Dog mit einer Wiener und Nudeln gefüllt ist, „der schmeckt wirklich gut.“ Ihre Begleiterin Steffi kennt den Corn Dog bereits aus dem A10-Center und „fand ihn schon damals richtig gut“. Beide wollen anschließend noch „Fish and Chips“ essen, sich aber dann eine Portion teilen.

Street Food Festival mit Trüffel-Pommes und Känguru-Burgern

Pommes frites in acht Variationen, außerdem verschiedene Hot Dogs und Steaktaschen bietet Nahar Al Ahmed an. „Das sind alles eigene Kreationen“, versichert der Gastronom aus Augsburg, der seit 2023 mit seinem Foodtruck in Deutschland unterwegs ist. Neben Pommes mit Pute, Würstchen und BBQ-Fleisch verkauft er auch Trüffel-Pommes.

Was so edel klingt, ist es auch. Denn die Pommes frites sind tatsächlich mit echten Trüffeln, bekannt für ihren intensiven Geschmack, verfeinert. Vor den Augen der Kunden reibt Nahar Al Ahmed feine Streifen von Trüffeln direkt auf die Pommes. „Ich hatte das im Internet gesehen und das dann selbst mal probiert“, verrät er. „Es schmeckt wirklich gut.“

So luxuriös die Trüffeln sind, so exotisch ist zumindest für uns Deutsche das Fleisch vom Känguru. In Eisenhüttenstadt wird Känguru als Bestandteil herzhafter Burger angeboten, am Stand mit dem Namen „Kitchen Table Burgers“. Burger mit Rindfleisch und Lamm, jeweils ab 10 Euro, gibt es zwar auch, aber Känguru ist schon etwas Besonderes.

Känguru-Burger und Insekten sorgen für Mutproben

„Das möchte ich unbedingt probieren“, sagt Ingeborg Rauh. Die Eisenhüttenstädterin ist mit einer Freundin auf den Inselvorplatz gekommen. Eigentlich sei sie Rheinländerin, berichtet sie. „Mein Lebensgefährte ist Berliner und wir haben in Berlin keine passende Wohnung gefunden, auch nicht im Speckgürtel.“ Vor sieben Jahren hätten sie sich dann für Eisenhüttenstadt entschieden – und das bis heute nicht bereut.

Eisenhüttenstadt. Street Food Festival auf dem Inselvorplatz. Nahar Al Ahmed reibt Streifen von Trüffeln auf Pommes frites. 27.03.2026 Foto: Frank Groneberg

Imbiss mit einem Hauch Luxus: Gastronom Nahar Al Ahmed reibt auf dem Festival in Eisenhüttenstadt dünne Streifen von Trüffeln auf Pommes frites.

Frank Groneberg

„Mir gefällt es hier“, betont Ingeborg Rauh, „vor allem die Natur der Umgebung ist sehr schön.“ Den ersten Burger mit Känguru-Fleisch bestellt aber nicht sie, sondern ihre Freundin Dagmar Gasche. Hat er geschmeckt? „Der war super!“, erklärt sie ein paar Minuten später und verrät, dass ihre kulinarische Reise am Insektenstand weitergehen wird: „Ich möchte heute unbedingt Heuschrecken essen. Beim letzten Mal hatte ich mich nicht getraut!“

Street Food Festival in Eisenhüttenstadt mit Lukumades

Während die beiden Freundinnen sich noch durch die herzhaften Angebote kosten, ist Elisa Nekat bereits bei der süßen Nachspeise angelangt. Lange überlegen, worauf sie Appetit hat, muss sie nicht: Ihr steht der Sinn nach Lukumades. Das sind kleine Hefeteigbällchen, die goldbraun frittiert und dann mit verschiedenen Beilagen und Zutaten gereicht werden. Die Portion kostet 7 Euro.

Elisa Nekat entscheidet sich für die traditionelle Variante, für Lukumades mit Honigsirup und Walnusssplittern. Warum? „Das kenne ich aus Griechenland, hatte das im vergangenen Jahr dort gegessen“, erzählt sie. Und wie sind die Lukumades in Eisenhüttenstadt? „Ich finde sie sehr gut“, lobt sie, „die schmecken wie in Griechenland!“

Öffnungszeiten beim Street Food Festival Eisenhüttenstadt

Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Lukumades von echten Griechen zubereitet werden – von Familie Griva, die mit ihrem Foodtruck aus Fulda nach Eisenhüttenstadt gekommen ist. Die Familie lebt seit zwölf Jahren in Deutschland und bietet seit eineinhalb Jahren ihre Lukumades auf Festen und Festivals an.

Eisenhüttenstadt. Street Food Festival auf dem Inselvorplatz. Burger mit Lamm, Rindfleisch und Känguru. 27.03.2026 Foto: Frank Groneberg

Zum Reinbeißen: Burger mit originellen Namen gibt es auf dem Street Food Festival in Eisenhüttenstadt wahlweise mit Lamm, Rindfleisch oder Kängurufleisch.

Frank Groneberg

Das Angebot auf dem Street Food Festival sei wirklich vielfältig, lobt Elisa Nekat. Einen Wunsch hat sie aber: „Es wäre schön, wenn an den Ständen auch kleinere Portionen angeboten würden. Dann könnte man viel mehr verschiedene Sachen probieren – denn dafür kommt man ja her.“

Das Street Food Festival ist am Sonnabend von 11 Uhr bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Von der Lausitz bis ins Oderbruch, vom Havelland bis in die Uckermark - Brandenburg ist keineswegs die kulinarische Wüste, als die das Land oft geschmäht wird.

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