Das gesamte Kerngebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Kreis Oder-Spree ist eingezäunt. Am Sonntag wurden die letzten Kilometer um die riesige Fläche gezogen, die fast das ganze Amt Neuzelle umfasst. Gut 58 Kilometer lang sei der mobile Weidezaun, teilte die Pressestelle der Kreisverwaltung am Sonntagabend mit. Zum allergrößten Teil stehe auch die Stromversorgung des Zaunes. „Die noch fehlenden Weidezaungeräte werden am Montag beschafft und angeschlossen“, hieß es. „Das ist eine immense Leistung aller Beteiligten, die den Respekt aller verdient“, sagt Petra Senger, Amtstierärztin des Landkreises Oder-Spree.

Appell der Amtsärztin an Bürger

Sie appelliert an die Bürger, jede mutwillige Beschädigung dieser wichtigen Barriere zu unterlassen.
Die Wildschweine reagieren laut der Amtstierärztin sehr sensibel, wenn sie mit dem feuchten Rüssel gegen den Zaun kommen und einen Stromschlag erhalten. Der Weidezaun ist neben der Kadaver-Auffindung ein wichtiges Element, um die Afrikanische Schweinepest einzudämmen.
Der Zaun soll verhindern, dass sich Wildschweinrotten, in denen es möglicherweise infizierte Tiere gibt, weiter ausbreiten. Sie sollen im Kerngebiet bleiben, wo aktuell auch keine Forstarbeiten und Feldarbeiten erlaubt sind. Zudem dürfen Wälder und offene Landschaften im Kerngebiet nicht betreten werden.

Mehrere bestätigte Schweinepest-Fälle

In dem Kerngebiet im Dorchetal sind in den vergangenen Tagen immer wieder Kadaver verendeter Wildschweine gefunden worden. Die Labore haben bereits in mehreren Fällen bestätigt, dass die Tiere durch ASP verendet sind.