Tierseuche
: 58 Kilometer Zaun um Schweinepest-Kerngebiet Neuzelle

Am Sonntag ist der Zaun zur Eingrenzung der Afrikanischen Schweinepest bei Neuzelle fertig aufgestellt worden.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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  • Bahro bei Neuzelle: Auch hier ist der Zaun zur Eingrenzung der Schweinepest zu sehen.

    Bahro bei Neuzelle: Auch hier ist der Zaun zur Eingrenzung der Schweinepest zu sehen.

    Janet Neiser
  • Am Wochenende: Die Polizei sperrte eine Straße in Neuzelle ab, weil dort in der Gegend nach Kadavern gesucht wurde.

    Am Wochenende: Die Polizei sperrte eine Straße in Neuzelle ab, weil dort in der Gegend nach Kadavern gesucht wurde.

    Janet Neiser
  • Hinweis: Das Kerngebiet ist ausgeschildert.

    Hinweis: Das Kerngebiet ist ausgeschildert.

    Janet Neiser
  • Schweinepest in der Region

    Schweinepest in der Region

    MMH/Jörn Sandner
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Das gesamte Kerngebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Kreis Oder-Spree ist eingezäunt. Am Sonntag wurden die letzten Kilometer um die riesige Fläche gezogen, die fast das ganze Amt Neuzelle umfasst. Gut 58 Kilometer lang sei der mobile Weidezaun, teilte die Pressestelle der Kreisverwaltung am Sonntagabend mit. Zum allergrößten Teil stehe auch die Stromversorgung des Zaunes. „Die noch fehlenden Weidezaungeräte werden am Montag beschafft und angeschlossen“, hieß es. „Das ist eine immense Leistung aller Beteiligten, die den Respekt aller verdient“, sagt Petra Senger, Amtstierärztin des Landkreises Oder-Spree.

Appell der Amtsärztin an Bürger

Sie appelliert an die Bürger, jede mutwillige Beschädigung dieser wichtigen Barriere zu unterlassen.

Die Wildschweine reagieren laut der Amtstierärztin sehr sensibel, wenn sie mit dem feuchten Rüssel gegen den Zaun kommen und einen Stromschlag erhalten. Der Weidezaun ist neben der Kadaver-Auffindung ein wichtiges Element, um die Afrikanische Schweinepest einzudämmen.

Der Zaun soll verhindern, dass sich Wildschweinrotten, in denen es möglicherweise infizierte Tiere gibt, weiter ausbreiten. Sie sollen im Kerngebiet bleiben, wo aktuell auch keine Forstarbeiten und Feldarbeiten erlaubt sind. Zudem dürfen Wälder und offene Landschaften im Kerngebiet nicht betreten werden.

Mehrere bestätigte Schweinepest-Fälle

In dem Kerngebiet im Dorchetal sind in den vergangenen Tagen immer wieder Kadaver verendeter Wildschweine gefunden worden. Die Labore haben bereits in mehreren Fällen bestätigt, dass die Tiere durch ASP verendet sind.