Zu einem Wildunfall ist es am Freitagvormittag im Bereich Landgut Wellmitz gekommen. Ein Auto kollidierte mit einem Wildschwein – in der Kernzone der Afrikanischen Schweinepest (ASP).
Der Fahrer des stark beschädigten Fahrzeugs wurde nach Angaben der Feuerwehr verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Das Wildschwein verstarb am Unfallort. „Das Tier wurde durch den Aufprall aufs Feld geschleudert. Wir haben den Fundort gekennzeichnet und uns davon ferngehalten“, erklärt Frank Menzel, der Ortswehrführer von Neuzelle.

Wildschwein wog etwa 80 Kilogramm

Der Wildunfall sei der Leitstelle gemeldet worden, natürlich mit dem Hinweis auf die ASP. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt. Das Gewicht des getöteten Wildschweins wird auf etwa 80 Kilogramm geschätzt. Zeugen wollen zuvor mehrere Schwarzkittel gesehen haben, die die Straße gequert hatten.
Der Landkreis Oder-Spree bestätigte am Nachmittag, dass im Bereich Wellmitz am Freitag eine Fallwildsuche stattgefunden habe. „Daraus ist aber nicht automatisch zu schlussfolgern, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und der Suche vor Ort gibt. Wildunfälle ereignen sich jetzt auch in anderen Regionen des Landkreises immer wieder“, heißt es aus Beeskow.

Tupferprobe am Unfallort

Geborgen wurde das Tier durch ein speziell geschultes Bergeteam des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Die erforderliche Tupferprobe wurde direkt vor Ort genommen und an das Landeslabor eingesandt. Beim Einsatz an den Fundstellen tragen die Bergeteams laut dem Kreis Schutzausrüstung und sie nehmen die am Fundort erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen vor. Einsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr und THW sind über die Meldewege und das lagegerechte Verhalten vor Ort informiert.
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