Tradition
: Neuzeller Weihnachtszauber ist ein Besuchermagnet

Zum 26. Mal hat das Amt Neuzelle auf seinen Weihnachtsmarkt eingeladen. Der hat für viele einen ganz besonderen Charme.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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  • Handgemachtes aus dem Erzgebirge: Schicke Weihnachtsutensilien sind vom Neuzeller Weihnachtszauber nicht mehr wegzudenken. Gerade die handwerkliche Kunst wird von Besuchern geschätzt.

    Handgemachtes aus dem Erzgebirge: Schicke Weihnachtsutensilien sind vom Neuzeller Weihnachtszauber nicht mehr wegzudenken. Gerade die handwerkliche Kunst wird von Besuchern geschätzt.

    Gerrit Freitag
  • Lecker und umsonst: Der Amtsdirektor und die Gemeindebürgermeister verteilten Weihnachtsstolle.

    Lecker und umsonst: Der Amtsdirektor und die Gemeindebürgermeister verteilten Weihnachtsstolle.

    Janet Neiser
  • Historisch: Mit dieser Dampflokomotive kamen Samstagmittag zahlreiche Besucher aus Berlin in Neuzelle an. Ihr Ziel: der Weihnachtsmarkt auf dem Klosterareal.

    Historisch: Mit dieser Dampflokomotive kamen Samstagmittag zahlreiche Besucher aus Berlin in Neuzelle an. Ihr Ziel: der Weihnachtsmarkt auf dem Klosterareal.

    Gerrit Freitag
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Etwa 8 Uhr morgens sind sie in Berlin gestartet und haben sich von einer Dampflok nach Neuzelle bringen lassen. Gegen 12.25 Uhr ist das historische Gefährt am Bahnhof. „400 Leute saßen bestimmt im Zug“, sagt Reiseleiter Mario Schöning von den Berliner Dampflokfreunden, der sich in der katholischen Kirche umsieht, während die meisten Besucher aus der Hauptstadt sich an den zirka 70 Ständen auf dem Weihnachtsmarkt umschauen. Cordelia Albrecht zeigt sich besonders von den handwerklichen Angeboten begeistert.

Da gibt es Handgemachtes aus dem Erzgebirge — vom Räuchermännchen bis zum Schwibbogen, wunderschöne Keramik, kleine Holzpräsente fürs Fenster oder den Weihnachtsbaum. Fündig werden da viele. Aber auch die Kinderaugen leuchten: ob nun auf dem Karussell oder beim Gespräch mit dem Weihnachtsmann. Der entlockt nahezu jedem Jungen und Mädchen ein Gedicht oder Lied, bevor er etwas Süßes aus seinem Sack holt. Und ja, er komme jedes Jahr gern nach Neuzelle, betont er. „Weil hier Brandenburg am schönsten ist.“

Das sieht sicherlich auch Neuzelles Amtsdirektor Hans–Georg Köhler so, der mit den drei Gemeindebürgermeistern Manuela Mosig, Gudrun Schmädicke und Dietmar Baesler sowie Gästen aus Zielona Góra zur Eröffnung den Stollen der Bäckerei Meyer anschneidet und verteilt. Dieses Angebot lassen sich viele Besucher nicht entgehen. Das Backwerk hat schon nach wenigen Minuten mächtig große Löcher. „Schön, dass schon jetzt so viele hier sind“, sagt Hans–Georg Köhler kurz nach 13 Uhr. Und je weiter die Stunde fortschreitet, desto mehr Menschen schlendern den Brauhausplatz entlang und kommen auf den Stiftsplatz. Zu schauen gibt es viel: Da ziehen Märchenfiguren die Augen auf sich, da dreht sich eine Riesenpyramide und wem es zu kalt ist, der geht ins Museum.

Autofahrer sorgen für Stress

Gegen Wind und Feuchtigkeit gibt es Glühwein, unter anderem von den Neuzeller Klosterwinzern, Erbseneintopf vom Schützenverein, Knüppelbrot, und leckere Linsensuppe vor dem Schreibwaren–Geschäft in der Frankfurter Straße. Dort ist auch beim Auftritt von Sängerin Stefanie Matheus richtig viel los. Gesungen wird auf dem Markt viel — mal sind es die Kinder der Grundschule am Fasanenwald, mal Ronny Gander, seine Freunde und Chöre. "Wir fühlen uns immer wohl hier“, sagt Katharina Zobel, deren Kinder am Nachmittag mit dem Weihnachtsmann singen. Auf dem Markt bleibt alles friedlich. Nur manche Autofahrer sorgen für Stress, weil sie die ausgeschilderte Einbahnstraße falsch befahren.