Weihnachten in Beeskow: Budenzauber auf dem Weihnachtsmarkt – Advent im Sonnenschein

Die Krügersdorfer Tanzmäuse sehnen sich singend und tanzend nach Schnee, zur Freude der vielen Zuschauer auf dem Kirchplatz.
Ruth Buder- Der Beeskower Weihnachtsmarkt startet mit dem traditionellen Anschnitt einer Riesenstolle durch Bürgermeister Robert Czaplinsky.
- Kunsthandwerk, handgemachte Tees und Stricksachen sind zentrale Attraktionen.
- Die Krügersdorfer Tanzmäuse und der Weihnachtsmann sorgen für Unterhaltung.
- Drei Tage Budenzauber, Glühwein für 3,50 Euro.
- Zahlreiche Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist Punkt 14 Uhr. Die Messer liegen bereit. Dann schreiten Bürgermeister Robert Czaplinsky und seine Mitstreiter aus dem Rathaus zur Tat: Sie schneiden die zwei Meter lange und 40 Zentimeter breite Rosinenstolle an. Dreimal zieht Czaplinsky kraftvoll das Messer längs durch, dann wird die Riesenstolle in essbare Stücke geteilt. Die Menge rundherum wartet schon sehnsüchtig auf den süßen Happen aus der Bäckerei Schulze und auf einen Becher Kaffee.
Eröffnung nach bewährter Tradition
Mit diesem Ritual wird schon seit Jahren der Beeskower Weihnachtsmarkt eröffnet. Inzwischen ist er eine Instanz in der Region und allgemein beliebt. Seit zwei Jahren findet er nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern nur noch in dem historischen Ambiente zwischen Kirchgasse, Kirchplatz und Marienkirche statt. Eine gute Entscheidung. Auf dem Kirchplatz gibt es Leckeres zu essen und zu trinken, in der Marienkirche laden zahlreiche Stände mit Handarbeiten oder Weihnachtsschmuck ein.
Dabei sind unter anderem Klaus-Manfred Scheibe aus Schöneiche mit seinem selbstgemachten Holz- und Blechspielzeug und Simone Rochlitz Hentze aus Langewahl mit ihrem Spinnrad und ihren selbstgestrickten Sachen: Socken, Handschuhe, Westen, Pullover.
Eine Besucherin kann gar nicht genug bekommen, und streicht immer wieder über einen Handschuh: „So schön weich.“ Ja, sagt die Spinnerin, ihre Stricksachen müsse man behandeln wie ein Baby. „Nur in warmem Wasser mit Haarshampoo waschen.“

Anschnitt der Riesenstolle mit Beeskows Bürgermeister Robert Czaplinsky – seit Jahren eine Tradition zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes
Ruth BuderSelbstgenähtes wie Kissenbezüge und Kosmetiktaschen verkauft Astrid Chytralla. Sie kommt aus Lichterfelde. „Meine Tochter Natascha betreibt in Beeskow das Stadtcafé. Sie hat mich hierhergelockt. Und weil die ganze Atmosphäre so toll ist, bin ich nun schon das dritte Mal hier.“
Handgemachte Kreationen an den Buden
Das Älteste Haus in der Kirchgasse hat Katrin Mikulas, die Kräuterfachfrau aus Görzig, in eine gemütliche Weihnachtsstube verwandelt. Dort verkauft sie auch ihre handgemachten Tees und hübsch zurecht gemachte Geschenkbeutel mit eigenen Produkten. Auf den mit Kissen und Fellen ausgestatten Bänken in der guten Stube haben sich mehrere Gäste niedergelassen, um etwas Heißes zu trinken.
Roland Eckelt aus Frankfurt (Oder) und Matthias Laschzok aus Eisenhüttenstadt sind mit ihren Frauen da. Sie finden es toll hier auf dem Weihnachtsmarkt. „Beeskow hat sich richtig gemausert“, sagt Roland Eckelt. Auf dem Kirchplatz hat sich wieder eine Menschentraube gebildet, Kinderlieder erklingen: die Krügersdorfer Tanzmäuse unter Leitung von Katrin Rechenberg hoffen auf weiße Weihnacht und singen tanzend „es schneit, es schneit“.

Spinnt Schafwolle und strickt selber: Simone Rochlitz-Hentze, im Hintergrund ihr Mann Gerd Hentze aus Langewahl in der Marienkirche
Ruth BuderDazu wippt der Weihnachtsmann (Bernd Breitag) fröhlich. Den ganzen Nachmittag ist er unterwegs, um sich geduldig die Wünsche der Kinder anzuhören. In der Kirche ist inzwischen „Rica aus Beeskow“ in Auftrittslaune. Sie will das kleinste Weihnachtskonzert der Welt geben. Alle Instrumente dafür hat sie in einem kleinen Geigenkasten mitgebracht – alle bleiben neugierig stehen und finden das Spiel der talentierten Beeskowerin (Ulrike Schladebach) lustig. Kaum einer erkennt sie, so gut ist sie geschminkt. Nach ihr treten noch der Beeskower Männer- und der Posaunenchor auf und die Kantorin lädt zum gemeinsamen Singen ein.
Drei Tage Budenzauber
Kerstin Müller ist es wichtig, dass „ihr“ Weihnachtsmarkt von Beeskowern und Menschen aus der Region gestaltet wird. Dabei unterstützt sie seit Jahren Torsten Voigt. Es habe lange gedauert, um dieses Niveau von heute zu erreichen, sagt die Beeskower Altstadtmanagerin und begnadete Hobby -Keramikerin mit eigenem Stand. „Unser Ruf ist heute so gut, dass wir uns inzwischen die Händler aussuchen können.“ Wohltuend waren auch die Preise für Essen und Trinken. Glühwein für acht Euro wie in Berlin traut sich hier keiner, den bekamen die Besucher noch für 3 oder 3,50 Euro.
Drei Tage läuft der Beeskower Weihnachtsmarkt. Schon am Freitagabend kamen die Gäste in Scharen, um auf dem Kirchplatz Weihnachtliches zu schnabulieren und sich in gemütlicher Runde zu treffen. Am Sonntag (1. Dezember) öffnet der Weihnachtsmarkt von 12 bis 18 Uhr. Auch die Geschäfte sind am Nachmittag geöffnet.

Spaß mit „Rica“ – sie bereitet in der Marienkirche das kleinste Weihnachtskonzert der Welt vor
Ruth BuderMit zahlreichen Veranstaltungen lockt Beeskow in der Vorweihnachtszeit: Nikolausfest mit Laternenumzug am 6. Dezember, Weihnachtssingen am 13. Dezember im Sport- und Freizeitzentrum, Plätzchenbasar auf der Burg und kleinster Weihnachtsmarkt bei Krumnow am 14. Dezember. Das Älteste Haus lädt an allen Adventswochenende ab 15 Uhr ein.



