Weihnachtsbaum 2025: Bei Neuzelle kann der Baum selbst geschlagen werden

Den Weihnachtsbaum selber schlagen? Das geht auch dieses Jahr wieder bei Neuzelle.Die Stiftung Stift Neuzelle lädt ein.
Robert Michael/dpa- Weihnachtsbaumschlagen bei Neuzelle findet am 13. Dezember von 10 bis 13 Uhr statt.
- Preise: 20 Euro/Meter Tanne, 15 Euro/Meter Fichte, 10 Euro/Meter Kiefer (voraussichtlich).
- Standort: Schonung bei Treppelpflaster, nahe Kummro und Treppeln, 11–15 km von Eisenhüttenstadt.
- Stiftung Stift Neuzelle bietet Eigengewächse und hinzugekaufte Tannen aus dem Oderbruch an.
- Imbiss vor Ort, Beratung und Verpackungshilfe durch das Stiftungsteam.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Zeit bis Weihnachten tickt unaufhaltsam und scheinbar schneller herunter. Die ersten Weihnachtsfans haben ihre Tanne, Fichte, Kiefer oder aber Douglasie bereits gesichert, andere sind noch auf der Suche nach dem schönsten Nadelgewächs.
Wer das Aussuchen des Weihnachtsbaumes zu einem Event machen und einen ganz frischen Baum aus dem Wald möchte, für den gibt es wieder das traditionelle Weihnachtsbaumschlagen am Treppelpflaster. Schon seit mehreren Jahren bietet die Stiftung Stift Neuzelle diesen Service an.
Die Schonung liegt in der Nähe der Straßenverbindung zwischen dem Neuzeller Ortsteil Kummro und Treppeln. Von Eisenhüttenstadt aus sind es 11 bis 15 Kilometer, je nachdem, ob man über die B112 oder aber Möbiskruge fährt. Der Weg zur Schonung ist ab dem Feuerwehr-Gerätehaus in Neuzelle ausgeschildert.
„Das Befahren der Wege am Treppelpflaster erfolgt zur Schonung des Geländes und aus Sicherheitsgründen auf eigene Gefahr.“ Darauf weist die Stiftung extra hin. Für tiefergelegte Fahrzeuge könnte die Anfahrt tatsächlich zum Problem werden.
Preise für Weihnachtsbäume stabil
Das Weihnachtsbaumschlagen findet in diesem Jahr am 13. Dezember statt, und zwar von 10 bis 13 Uhr. Wer seinen Wunschbaum selbst „schlagen“ möchte, sollte aber nicht etwa eine Axt, sondern eine Säge mitbringen.
Der Preis richtet sich nach der Höhe des Erwählten. 20 Euro pro Meter Tanne, 15 Euro pro Meter Fichte, und wahrscheinlich 10 Euro je Meter Kiefer. „Wir haben die Preise nicht erhöht“, versichert Martin Heuer, der im Bereich Forst der Stiftung arbeitet. Warum er bei den Kiefern noch zögerlich ist? Weil er nicht glaubt, dass es tatsächlich so viele Kiefern geben wird, die sich für die Wohnstube eignen. Doch Geschmäcker seien bekanntlich auch bei Weihnachtsbäumen verschieden.
Die Stiftung bietet aber nicht nur Eigengewächse vom Treppelpflaster an, sondern auch etwa 100 hinzugekaufte Tannen aus der Region, genau genommen aus dem Oderbruch, erklärt Martin Heuer. Die Bäume im Oderbruch würden erst kurz vorher geschlagen und dann ins Amt Neuzelle gebracht, weiß Boris Schnittker, der Forstbetriebsleiter der Stiftung. Dass es sich ausgerechnet um Nordmanntannen handelt, liege ganz einfach daran, dass die Nachfrage nach Tannen am größten sei.
Treppelpflaster gut für Tannen
Und wie alt sind die Eigengewächse vom Treppelpflaster? „Die haben ein Alter von 5 bis 15 Jahren. Wir haben ja auch schon Durchgewachsene dabei, die sind zum Teil ganz schön hoch, etwa vier bis fünf Meter“, sagt Boris Schnittker. Da verkaufe man dann oft nur noch die Spitzen.
Seit etwa zwei Jahrzehnten halte man die Weihnachtsbaumschonung am Treppelpflaster rotierend am Leben, sodass man die Nachfrage immer wieder bedienen könne. Aktuell gebe es beispielsweise auch eine Fläche mit fünfjährigen Pflanzen und eine Höhe von einem bis anderthalb Meter haben, so Boris Schnittker. „Die werden in etwa zwei Jahren interessant.“

Hier packen die Stiftrungsmitarbeiter kräftig an: Ein Weihnachtsbaum wird am Treppelpflaster bei Neuzelle transportbereit gemacht.
Tim ElsholzUnd wachsen die Tannen auf dem brandenburgischen Sandboden gut? „Die wachsen gut, ohne dass wir da viel tun müssen. Der Standort ist sehr gut geeignet für Tannen, weil er für hiesige Verhältnisse gut nährstoffversorgt ist.“ Die Treppelpflaster-Tannen wachsen laut Forstbetriebsleiter zwar etwas langsamer als in den fetten Böden der Börde. „Aber dafür ist es ein regionales Produkt.“
Falls es Fragen zu bestimmten Bäumen der Schonung bei Neuzelle oder aber allgemein gibt, kein Problem. Das Team der Stiftung wird den Weihnachtsbaumfans am 13. Dezember beratend zur Seite stehen und beim Verpacken und Transportvorbereiten des Baumes unterstützen.
Imbiss im Wald und Tipps für den Baum
Da frische Luft hungrig macht, wird auch wieder für einen Imbiss gesorgt. Der Feuerwehrverein Wellmitz bietet vor Ort warme Getränke und kleine Speisen an.
Die Erfahrung lehrt, dass frühes Erscheinen belohnt wird, denn dann ist die Auswahl am größten. Das Weihnachtsbaumschlagen am Treppelpflaster ist nämlich vor allem bei Familien sehr begehrt. Der Geschäftsführer der Stiftung will die Besucher nach bisherigen Plänen begrüßen.
Und wie hält der Baum vom Treppelpflaster oder aus dem Oderbruch dann möglichst lange durch? „Ich würde ihn jetzt nicht sofort in die warme Stube stellen, direkt neben den Kamin“, sagt der Forstbetriebsleiter. Vielmehr sollte der Wunschbaum noch draußen stehen bleiben, „ein bisschen kühl vielleicht“. Boris Schnittker und seine Familie holen das gute Stück dann immer erst wenige Tage vor Weihnachten in die Stube und geben ihm etwas Wasser. „Das Entscheidende ist, dass der Baum nicht sofort einen Temperaturschlag kriegt.“

