Wirtschaft: Sommerfest mit Nebenwirkungen: Firmen planen Investitionen

Fachgespräche: Beim Sommerfest der Wirtschaft unterhielten sich Dr. Frank Howest, Oliver Kronawitt, Ursula Jung-Friedrich, Mario Quast und Eberhard Tomsche (v.l.).
Winfried MausolfÜber Betriebe im Oderland, internationale Entwicklungen und die Wirtschaftspolitik konnten am Freitagnachmittag beim ersten Sommerfest der Wirtschaft knapp 120 Besucher sprechen. Eingeladen hatten die Unternehmensverbände Berlin–Brandenburg und der Hanse–Club Wirtschaft für Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt. Bei bestem Sommerwetter bedankten sich Eberhard Tomsche von den Unternehmensverbänden und Club–Präsident Oliver Kronawitt in ihren freundlichen Begrüßungsreden bei den Sponsoren, namentlich dem Frankfurter Brauhaus. Den Innenhof des Hauses der Wirtschaft in der Potsdamer Straße in Frankfurt hatten fleißige Helfer zum Festareal umgestaltet — an den sommerlich geschmückten Tischen konnten man sich zusammensetzen. Durch das Programm führte in gewohnt unterhaltsamer Weise Moderatorin Christine Hellert, für die musikalische Begleitung sorgte die Frankfurter Fanfarengarde unter Leitung von Hans–Jörg Laurisch. Dieser wurde mit einem besonderen Applaus geehrt, ist er doch an diesem Tag genau seit 40 Jahren musikalischer Leiter der Fanfarengarde.
Zwei gern gesehene Gesprächspartner waren Mario Quast vom Wirtschaftsamt der Stadt Frankfurt und Dr. Frank Howest vom Fachbereich Wirtschaftsmanagement der Stadt Eisenhüttenstadt. Die Stahlstadt befinde sich aktuell in konkreten Verhandlungen mit deutschen Unternehmen, die Investitionen im Oderland planen. Es handele sich dabei um Betriebe aus dem klassischen Spektrum der Stadt Eisenhüttenstadt, nämlich Energie und Metall. Die Gespräche seien bereits weit fortgeschritten, mehr wolle er aber jetzt nicht sagen, da man Vertraulichkeit vereinbart habe, so Dr. Frank Howest. Auch in Frankfurt seien Unternehmen an Investitionen interessiert, so entsende ein chinesischer Technologie–Konzern, der namentlich nicht genant werden will, seine Vertreter derzeit regelmäßig ins Oderland, berichtete Mario Quast.
Chance für Begegnungen
Wer sich für Kommunal– und Landespolitik interessierte, konnte unter anderem mit den Landtagskandidaten Michael Möckel und Kristy Augustin (beide CDU) sowie mit Wolfgang Neumann (Linke), Sahra Damus (Grüne), Wilko Möller (AfD) und Rudolf Haas (Freie Wähler) sowie mit Oberbürgermeister Rene Wilke (Linke) und seinem Amtsvorgänger Dr. Martin Wilke (Parteilos) sprechen.
Auch Marika Jahn, Unternehmerin in Müllrose, sowie Michael Thieme von der Handwerkskammer Frankfurt lobten das Sommerfest als Möglichkeit der Begegnung und des Gedankenaustauschs. Eine positive Bilanz zog noch am Abend Ursula Jung–Friedrich, Geschäftsführerin des Hanse–Clubs. Auch im nächsten Jahr wolle man zu einem Sommerfest der Wirtschaft einladen, kündigte sie an.
