Die Großbäckerei Sternenbäck schließt in Brandenburg fünf Filialen, davon eine im City Center in Eisenhüttenstadt, zwei im A10-Center Wildau sowie in der Netto-Filiale in Guben. Die zweite Filiale in Eisenhüttenstadt, bei Kaufland in der Fährstraße, bleibt erhalten. Thomas Schulz, Geschäftsleiter der Sternenbäck Spremberg und Gera GmbH, begründet die Maßnahme mit einem Restrukturierungsprozess der Sternenbäck-Gruppe, die ihren Hauptsitz im Baden-Württembergischen Hechingen hat.

Gut in das neue Jahr gestartet

„Wir hatten 2019 ein sehr gutes Jahr und sind auch gut in das Jahr 2020 gestartet“, sagt Thomas Schulz. Die Corona-Pandemie hat die Umsätze einbrechen lassen, vor allem auch an Standorten mit Sitzgelegenheiten. Beim Verkauf von Snacks und Kaffee gab es große Einbußen. Erschwerend kam hinzu, dass es laut Thomas Schulz sehr lange gedauert habe, bis Kurzarbeitergeld ausgezahlt worden sei. 

Insolvenzverfahren in Eigenregie

Zunächst hat das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren eröffnet und dann ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt. Inzwischen liegt ein Restrukturierungsplan vor, der sichern soll, dass das Unternehmen weiter produzieren kann. Teil des Restrukturierungsplanes ist die Schließung von insgesamt 45 Filialen bis Ende des Jahres, wobei der größte Teil der Schließungen Filialen in Baden-Württemberg betrifft.

Bisher 36 Filialen in Brandenburg

Bislang hat die Sternenbäck-Gruppe drei Backbetriebe und 260 Sternenbäckereien in fünf Bundesländern (unter anderem in Einkaufszentren und mit Cafés an Einzel-Standorten) betrieben. Laut Homepage des Unternehmens gibt es in Brandenburg 36 Sternenbäckereien in 16 Städten, dazu ein Backbetrieb in Spremberg. In Brandenburg beschäftigt Sternenbäck im Backbetrieb Spremberg und in den Sternenbäckereien 533 Mitarbeiter. Der Backbetrieb hat eine Fläche von 7000 Quadratmetern.