Zusammenhalt: Bürger danken ihren Rettern

Grillabend hinter der Feuerwehrwache Wiesenau. Im Bild (v.l.n.r.): Falk Zarnbach, Ralf Haberkorn, Ortswehrführer Patrick Urbicht, Bürgermeister Karsten Wolff und Stephan Hoffmann. Zarnbach, Haberkorn und Hoffmann gehören der "Nikolaus-Gruppe" an, die sich 2015 zusammenfand. Mit einem Nikolaus-Fest begann damals das wohltätige Engagement dieser Bürger für Jung und Alt in Wiesenau.
Dietmar PuttinsDer Schriftzug „Heimattreu“ ist auf dem T-Shirt von Ralf Haberkorn (53) zu lesen, als er kürzlich abends mit seinen Mitstreitern von der „Nikolaus-Gruppe“ die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr bewirtete. Mit einem gemütlichen Grillabend hinter der Wache an der Hauptstraße bedankte sich die 15-köpfige Gruppe engagierter Bürger für die Leistung, die Ende Juni die ehrenamtlichen Lebensretter der Gemeinde bei der Abwehr des Waldbrandes zwischen Wiesenau und Ziltendorf erbrachten.
„Wir haben gesehen, wie die Feuerwehr kämpfte und brachten den Kameraden Eis, Schokolade oder Getränke während des Einsatzes“, erzählt Ralf Haberkorn, Mitbegründer der „Nikolaus-Gruppe“. „Wir wollen den Männern Danke sagen, die sich für unsere Familien ihre Nächte um die Ohren geschlagen haben.“ Die Bürger kauften Bratwürste, Steaks, Bier, Kuchen und Salate. „Jetzt freuen wir uns, dass sich die Feuerwehrleute einfach nur an den Tisch setzen und den Moment genießen“, lächelte Haberkorn glücklich.
Privat aktiv, kein Verein
Seien es Falk Zarnbach, Stephan Hoffmann, Ralf Haberkorn und andere: „Wir sind Leute, die sich ohne Vereinsmitgliedschaft für das Dorf engagieren. Wir möchten, dass das sehr gute Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gemeinde weiterbesteht“, erzählt Haberkorn.
Warum aber „Nikolaus-Gruppe“? „Im Jahr 2015“, sagt er, „fiel der Nikolaus-Tag genau auf einen Sonntag, den zweiten Advent. Haberkorn: „Deshalb veranstalten wir das Fest künftig entweder am Nikolaus-Tag oder am Sonntag danach, diesmal also am Sonntag, den 8. Dezember 2019.“
Wieder sind alle Dorfbewohner eingeladen, in der Aula des Bürgerhauses und auf dem Vorplatz gemeinsam den Nikolaus-Tag zu feiern. Ralf Haberkorn: „Es gibt kostenlos zu essen und zu trinken: Bratwürste, Gulaschsuppe, Kuchen und Kaffee, Bier und Fassbrause. Wir machen dann auch ein Lagerfeuer, singen Weihnachtslieder und veranstalten zum Abschluss ein Turmblasen.“
In den Jahren zuvor organisierte die „Nikolaus-Gruppe“ für die Kinder eine Mal- und eine Bastelstrecke, ein Glücksrad, Zuckerwatte und schenkte ihnen gefüllte Nikolaus-Beutel. So soll es auch dieses Jahr wieder sein.
„Wir stellen überall Sparschweine auf“, sagt Ralf Haberkorn, „und jeder Bürger kann freiwillig so viel spenden, wie er möchte. Das Geld aus den Sparschweinen vergeben wir jedes Jahr komplett zugunsten von Kindern – entweder an einen Kindergarten, Kindervereine, an die Jugendfeuerwehr, an die Spielgemeinschaft FWZ Oderkicker oder etwa an den Anglerverein. Was wir am 8. Dezember an Spenden einnehmen, werden wir für eine neue Feder-Wippe auf dem öffentlichen Spielplatz hinter dem Bürgerhaus verwenden.“